| | | Kleine Herberge von Oma Chichi | |
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Joan Haotzu

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 | Thema: Re: Kleine Herberge von Oma Chichi 2012-01-28, 13:07 | |
| coming from<-Kleiner Hafen von Bighorn
Joan hatte nicht erwartet diese Herberge nochmal zu betreten. Als sie sich aus der Kälte hierher flüchteten, schauten seine großen Augen nochmal herum. Da hörte er bereits die nette Dame kommen und lächelte. Auf ihre Frage hin nahm der Junge seinen Zylinder ab und hielt ihn vor sich. Er schaute zu Nyx und wieder zur netten Frau. "Das dachte ich auch, Ma'am. Aber es ist etwas komplizierter geworden. Doch ich mache mir keine Gedanken mehr.", sagte er freundlich und stellte seinen Koffer erstmal beiseite, "Ich wollte ihnen keine Sorgen machen. Das tut mir Leid. Aber mir geht es gut. Papa hat mich ja beschützt." Er hörte etwas von warmen Trinken und nickte vergnügt. "Au ja! Eine heiße Tasse Kakao wäre schön.", entgegnete er Nyx. Er hielt dabei die Spieluhr dicht bei sich und umarmte sie wie ein Stofftier. |
|  | | Nyx

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 | Thema: Re: Kleine Herberge von Oma Chichi 2012-01-31, 01:50 | |
| "So?", kam es erstaunt von der alten Dame, über die Erklärung des kleinen Jungen hin. "Dann freue ich mich, dass es gut gelaufen ist. Aber das musst du mir noch mal genauer erklären, ja?" Mild lächelte sie, nickte dann beiden Herren zu, ehe sie sich umdrehte und in die Küche verschwand. "Macht es euch doch bequem und ich bin gleich wieder da.", ertöne es aus auffordernd aus der Küche. Nyx sah der Frau kurz hinterher, fuhr sich nochmal durch die Haare, ehe seine langsamen Schritte ihn erst zur Wand führten, wo er den Waver mit der Kleidungstasche gegen lehnte, seine Handschuhe auszog und sie auf diese legte. Selbiges tat er mit der Jacke, ehe er sich wieder zu Joan drehte, welcher die Spieluhr immer noch in der Hand hielt. "Was ist das eigentlich?", fragte er den Jungen nun, trat zu einer klieneren Sitzgelegenheit in der Lobby und machte es sich auf dieser bequem. |
|  | | Joan Haotzu

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 | Thema: Re: Kleine Herberge von Oma Chichi 2012-01-31, 15:32 | |
| "Okay.", lächelte der kleine Bursche der netten Dame nur zu. Er rubbelte seine Pyramide und polierte ihre Oberfläche mit den Ärmeln seines langen Jäckchens. Dann schaute er zu Nyx, als er ihn fragte. Sein Blick ging auf die Spieluhr zurück und dann wieder zu Nyx. Er zeigte sie vor, dass der Informant sie besser betrachten könne. "Das ist eine Spieluhr.", erklärte er freudig, "Papa hat sie selbst gebaut. In Lougetown hatten wir gaaanz viele von denen." Er schaute die kleine Pyramide an und schob die Spitze auf, aus der ein kleiner Baum aus Metalldrähten schaute. Er hatte keine Blätter und stand auf einer Kugel aus Glas. Eine langsame, leise Melodie ertönte. Sie erklang fließend, wie Regen. "Diese war Papas letzte Spieluhr, die er angefertigt hat.", erzählte er Nyx, "Er hat sich sehr viel Mühe damit gemacht. Und sie erzählt von meiner Lieblingsgeschichte." Da musste Joan etwas lachen. "Hehehe. Eigentlich mag ich ja alle Geschichten von Papa, aber diese war immer so toll. Er hat sie mir jeden Abend vor dem Schlafen erzählt." Er schaute zur Pyramide und hörte der Melodie einen Moment zu. Dann schloss er die Augen und rezitierte den Anfang der Geschichte nach dem Takt der Musik. "Einst zu einer Zeit, als Menschen noch nicht Menschen waren... ." Dann wunderte er sich etwas. "Papas Geschichten sind alle irgendwie immer so mys...mysteriös. Da kommen nur selten Menschen vor. Ob er Menschengeschichten nicht mochte? Das wundert mich..." |
|  | | Nyx

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 | Thema: Re: Kleine Herberge von Oma Chichi 2012-02-02, 14:42 | |
| Interessiert betrachtete der junge Informant die seltsam geformte Spieluhr, die der Bursche ihm hinhielt. Auch als er den Deckel anhob und er so zum Teil in das innerste Blicken konnte, wand sich sein Blick nicht ab, sondern verharrte nur weiter auf dem Gerät. Nicht nur die Konstruktion der Spieluhr war recht sonderbar, sondern auch die Melodie, die sie spielte klang in den Ohren Nyx' seltsam. Solch eine Melodie hatte er in seinem Leben zuvor noch nicht vernommen. "Dein Vater muss ein großes Talent dafür gehabt haben, solche Uhren zu bauen.", richtete er schließlich das Wort an den Jungen und seinen Vater. "Sie ist in der Tat recht sonderbar und sicherlich auch eine, wie es keine zweite geben mag." Dann aber erzählte der Joan auch schon, dass die Spielihr eine Geschichte erzählte, Joans Lieblingsgeschichte. "So?", fragte er nun noch interessierter, mit einem milden Lächeln auf den Lippen. "Was genau erzählt sie denn für eine Geschichte?" Noch während er fragte, kam die alte Herbergsbesitzerin zurück in die Lobby. Ein Tablett in den Händen, auf welchem zwei dampfende Tassen mit heißem Kakao und eine Kleinigkeit zur Stärkung standen. "Soo.. da bin ich wieder.", erklang die sanfte Frauenstimme. "Hier ist etwas heißer Kakao und etwas Kuchen für euch. Lasst es auch schmecken. Ich werde so lange nach oben gehen und die Zimmer für euch bereit machen." Mit diesen Worten verschwand sie auch schon wieder und Nyx ergriff eine der Tassen, immer noch gepsannt auf die Antwort, die ihm der Junge geben würde.
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|  | | Joan Haotzu

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 | Thema: Re: Kleine Herberge von Oma Chichi 2012-02-03, 09:24 | |
| Joan freute sich über das Kompliment von Nyx, auch wenn es ja eigentlich seinem Vater galt. "Ja, Papa ist der Beste.", sagte er stolz, "Ich glaube es gibt fast nichts was er nicht schaffen kann." Als Nyx nach der Geschichte fragte, wurde Joan von der guten Dame unterbrochen. Fröhlich setzte er sich auf einen Stuhl, nahe beim Tisch und nahm sich seine Tasse. "Ja! Super! Dankeschön!", bedankte er sich bei ihr bevor sie nach oben ging. Die Spieluhr stellte er dabei sicher auf den Tisch ab. Er pustete und nahm einen kleinen Schluck. "Ah, ist das lecker." Dann kam er auf Nyx Frage zurück und schaute dabei die Spieluhr auf dem Tisch an. "In der Geschichte geht es um einen Baum. Der Baum, der als einziger einst auf Erden existierte.", erzählte er dem Informanten, "Ü...U... Ig.....Yggdrasil war es, glaube ich. Der Name ist echt schwer zu sprechen. Also es geht um diesen Baum und eine Blüte von ihm. Die Blüte war gütig und immer nett, aber der Baum war eitel und hochmütig." Er schob einen weiteren Teil der Spieluhr auf. Darin war ein See zu sehen, in dessen Mitte eine silberfarbene Mondform zu sehen war. "Die Blüte half vielen anderen Gestalten in der Geschichte, die sie für ihre Güte und ihren Mut mit Geschenken dankten.", erklärte Joan weiter, "Sie liebten die Blüte mehr als den Baum und aus Eifersucht erschlug der Baum die Blüte." Als er dies sagte öffnete er einen weiteren Teil der Spieluhr. Eine Seerose aus Glas war darin eingefasst, die einen blauen Edelstein in der Mitte trug. Joan klang etwas betrübt, aber das schien nur von der Tragik der Geschichte zu kommen. Er erzählte weiter: "Sonne, Mond und Sterne waren sehr wütend auf den Baum und rissen ihm die Zweige und Blätter ab. Sie brannten ihn nieder und bewarfen ihn mit dreckigem Wasser. Er verkümmerte und wurde hässlich." Dann schob er den letzten Teil auf und die Melodien jedes Teilstücks begannen zu spielen. Es klang traurig, aber besaß ein gewisses 'Licht'. Als wolle das Lied Mut machen, selbst wenn es noch so tragisch klang. In ihm war ein Mosaik mit einem schönen von Blüten bedeckten Baum zu sehen, in dessen Stamm das Muster einer Blume zu sehen war. "Der Schnitter kam und nahm die tote Blume mit, deren Tränen das Meer füllten. Sie gab ihr zerbrochenes Leben auf um dem Baum ein neues zu geben. Selbst nachdem er noch so eitel und grausam war. Der Schnitter heilte den Baum, doch dieser wollte es wieder gut machen. Er schloss ein Abkommen mit dem Schnitter und schwor jeden Winkel der Welt mit Blumen und Blüten zu bedecken. Alles was er dafür verlangte war das Leben der Blüte. Sie sollte einen Platz in der Welt bekommen, den niemand ihr nehmen konnte und niemand vergisst." Er trank noch einen Schluck aus seiner Tasse. Kurz verharrte er mit geschlossenen, trüben Augen. Dann aber lächelte er wieder. "Der Baum machte sein Versprechen wahr. Er bedeckte jeden Fleck der Welt mit saftigem Grün und farbenfrohen Blumen.", erzählte er dem Informanten und schaute wieder auf die Spieluhr, "Und der Schnitter hielt auch sein Versprechen. Er gab den Menschen ein Abbild und es durchwanderte jeden Platz auf der Welt. Jeder konnte sie sehen. Jeder kannte sie und keiner konnte ihr diesen Platz nehmen. Die Kompassrose war sie geworden." Dann hörte er der Melodie noch ein Stück zu und klappte die Spieluhr wieder zusammen. "So ungefähr ist die Kurzfassung.", sagte er grinsend, "Ich mag diese Geschichte besonders gern. Sie ist so schön und so lehrreich." |
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 | Thema: Re: Kleine Herberge von Oma Chichi 2012-02-22, 22:03 | |
| (Sorry, sorry, sorry! >.<")
Ruhig lauschte Nyx den Worten des Kindes, als dieses passend zur Melodie, die die Spieluhr verströmte eine Geschichte erzählte, welche ihm sein Vater früher, als dieser noch am Leben war, gerne mitgeteilt hatte. Es war faszinierend, was genau sich alles in dieser kleinen Pyramidenförmigen Spieluhr befand und Nyx fragte sich instinktiv, ob es noch mehr solcher wundersamen Dinge gab. Ob er diese Uhren auch verkaufte und man irgendwo über so eine stolpern könnte? Matt lächelte der Informant dem jungen Joan zu. "Das ist eine wirklich sehr schöne Geschichte.. dein Vater war sicher ein großartiger Geschichtenerzähler.. ebenso wie du es bist." Mittlerweile hielt der Mann mit dem weißen Haar eine Tasse in der Hand, nippte immer wieder an dieser. "Sag mal.. gibt es noch mehr von diesen Uhren? Hat dein Vater sie auch verkauft oder nur für euch und eure Geschichten hergestellt?" Dies interessierte den jungen Mann im Moment sehr. |
|  | | Joan Haotzu

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 | Thema: Re: Kleine Herberge von Oma Chichi 2012-02-25, 15:17 | |
| (schon okay ^_^)
Joan freute sich über das Lob. "Hehe. Ich bin aber noch lange nicht so gut wie Papa.", meinte er und legte verlegen die Hand hinter den Kopf. Als Nyx ihn eine weitere Frage stellte, trank der Bursche nochmal aus seiner Tasse. Dann überlegte er. "Hm... . Verkauft hat er sie nicht, aber als wir damals nach Orange umgezogen sind, hat er sie in Lougetown gelassen. Wir waren eine ganze Weile weg... ." Der Junge grübelte und wunderte sich letztlich selbst: "Hm... . Als wir zurück wollten ist Papa's Körper kaputt gegangen. Und als wir dann wieder in Lougetown ankamen war unser Haus schon leer... . Vielleicht hat sie jemand gestohlen." Dann lachte er aber leicht und rieb seinen Kakaobart vom Gesicht. "Hehe. Vielleicht hat ja der Schnitter oder die Engel unser Haus besucht und die Spieluhren in alle Winde verstreut. Dann wäre das wie eine Schnitzeljagd." Leicht kicherte er noch und sah dann wieder zu dem Informanten. "Aber so gesehen hat Papa sehr viele von ihnen gebaut. Die Einwohner nannten unser Haus immer 'Das Haus der tausend Klänge', weil ich als ich noch klein war immer die Spieluhren ununterbrochen hab spielen lassen. Man hörte sie in der ganzen Straße, wenn man die Fenster aufgemacht hat. Ich hab aber nie alle nachgezählt... . Es waren soviele und Papa hat jede Woche eine neue fertig gestellt." Dann schaute er etwas träumerisch in seine Tasse hinein, die nun fast leer war. "Hm... . Ich vermisse sie alle. Ihre Musiken und Formen. Keine wie die andere... . Und Papa hat immer Geschichten zu ihren Melodien erzählt... ." |
|  | | Nyx

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 | Thema: Re: Kleine Herberge von Oma Chichi 2012-03-03, 20:06 | |
| "Verstehe..." Nachdenklich sah Nyx in seine Tasse. Er hatte gehofft sie vielleicht bei einem Händler in Loguetown, sofern er irgendwann einmal dort ankommen würde, eine erstehen zu können. Es wäre sicherlich Interessant eine solch einzigartige Spieluhr zu besitzen und ihrem Klang zu lauschen. Vielleicht ließ sich ja auch erahnen, was für eine Geschichte hinter der Melodie steckte, wenngleich nur Ming und Joan ihm verraten konnten, ob seine Theorien stimmten. Dann aber sagte der kleine Junge etwas, das Nyx nicht ganz die Hoffnung verlieren ließ. Als sie nach Hause kamen, war ihr Haus leer. Vielleicht ließ sich ja doch eine Auftreiben. Auf einem Schwarzmarkt oder über Händler in Loguetown. Irgendwann würde er das mit Sicherheit einmal versuchen. Weiterhin erzählte das Kind davon, wie viele sein Vater angefertigt hatte und das man das Haus "das Haus der tausend Klänge" nannte. "Nicht schlecht... dann muss dein Vater wirklich ein großartiger Spieluhrenhersteller gewesen sein. Und ein Erzähler, wenn er es schaffte jede Woche eine neue mit einzigartiger Melodie her zu stellen." Aufmunternd lächelte Nyx den kleinen Joan an, welcher ein wenig träumerisch die Melodien vermisste, die er einst hatte hören können. "Wer weiß, Joan. Vielleicht fallen dir einige der Uhren mit der Zeit ja wieder in die Hände. Die Welt ist manchmal kleiner als wir es uns ausmalen." Wieder trank der Informant einen Schluck aus der Tasse, leerte sie somit schließlich und stellte sie zurück auf den Tisch. |
|  | | Joan Haotzu

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 | Thema: Re: Kleine Herberge von Oma Chichi 2012-03-25, 10:18 | |
| Joan schaute bei Nyx Bemerkung auf seine Hände. "In die Hände fallen?", fragte er anscheinend sich selbst, "Oh! Das ist bestimmt so eine ...äh... Redensart, richtig?" Kam sich da jetzt grade etwas dumm vor und musste lachen. "Hahaha. Wäre ja seltsam wenn Spieluhren vom Himmel in die Hände fallen. Und schmerzhaft wenn man sie nicht fangen könnte." Er nahm die Spieluhr zu sich und putzte die Oberfläche. "Ja. Papa ist sehr begabt.", meinte er und schaute zu Nyx, "Papa sagt immer, dass es auf der Welt viele begabte Leute gibt. Orte von denen man nicht glaubt das es sie geben kann und viele verschiedene Tiere und Pflanzen. Aber Papa warnt mich auch immer. Nicht alles ist immer schön und nicht jeder ist freundlich." Kurz verzog er trüb den Mund. Er hob die Spieluhr an und schaute auf die Spitze. "Ich bin froh das ich noch nicht auf so etwas gestoßen bin." Er schaute sich um als würde er nach ungewollten Zuhörern Ausschau halten. Dann stellte er die Spieluhr auf den Tisch und beugte sich zu Nyx vor. Sein Blick wirkte etwas ängstlich. "Böse Leute machen Papa immer sehr wütend.", sagte er dem Informanten, "Er ist dann immer sehr...gruselig... ."
((Sorry wegen der späten Antwort X_X März ist Familien-Geburtstagsmonat... .)) |
|  | | Nyx

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 | Thema: Re: Kleine Herberge von Oma Chichi 2012-03-25, 13:41 | |
| (Kein Thema :) Sowas geht dann natürlich vor!)
Leicht lachte der Informant, da Joan etwas verwirrt über die Aussage mit den Händen war. Manchmal vergaß er, dass er noch mit einem Kind sprach, schien er doch stellenweise erwachsener zu wirken, als er eigentlich war. Dies mochte vielleicht aber auch daran liegen, dass es ab und an nicht Joan war, mit dem er sprach, sondern sein Vater höchstpersönlich. "Richtig. Es ist eine Redensart." Weiterhin lauschte er den Worten des Kindes. Sein Vater tat gutes daran ihm zu erzählen, dass es die Vielfalt, die auf ihrer Erde herrschte, riesig war. Ebenso, dass er seinen Sohn warnte, dass nicht immer alles war, wie es schien. "Dein Vater ist ein kluger Mann, Joan. Du solltest auf ihn hören.", erwiderte er dem Kleinen mit einem freundlichen und beruhigenden Lächeln - auch, um seine Angst ein wenig aufzulösen. Er würde ihm nichts tun und er war sich sicher, dass die alte Dame, der die Herberge gehörte, auch nicht böser Gesinnung war. "Nicht immer sind die Leute so nett, wie sie den Anschein machen. Vor allem als Kind ist dort besondere Vorsicht geboten, wenn jemand ohne besonderen Grund etwas anbietet. Manchen kann man vertrauen, doch beiv vielen ist Vorsicht geboten." In seinen vielen Reisen hatte Nyx bereits einiges gesehen. Kinder, die gelockt und verschleppt worden waren, Menschen, die vorgaukelten die nettesten der Welt zu sein und eigentlich nur böses im Schilde führte. Er selbst war da nicht anders. Sein Beruf erforderte dies manchmal. Doch hatte er nicht vor Joan etwas zu tun. "So? Dein Vater ist dann immer sehr gruselig?", fragte Nyx weiter, auch um ein wenig die Stimmung aufzulockern. "Was macht er denn, dass er so gruselig ist?" |
|  | | Joan Haotzu

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 | Thema: Re: Kleine Herberge von Oma Chichi 2012-03-28, 15:39 | |
| Joan nickte. "Ich weiß..." Er sah sich wieder um. Es war als hätte er Angst sein Vater würde zuhören. "Papa kann...sehr...bösesein... . Brutal... Aber nur wenn man ihn verärgert.", erklärte er dem Informanten. Seine Worte waren zögernd und beunruhigt. "Papa sagt immer, dass er...nicht auch das letzte Stück seines Lebens verlieren will... . Ich weiß nicht was er damit meint, aber... . Er klingt dann immer sehr traurig. ... ... Wenn andere mich herumschubsen oder anschreien... ." Er grübelte einen kurzen Moment. Anscheinend dachte er an alte Zeiten zurück. Dann sah er Nyx wieder an. "Einmal hat Papa einem Mann in beide Beine geschossen... . Der Mann...hat mich zuvor aus Frust...und...weil er Papa nicht mochte...verprügelt... . Er hat gesagt ich dürfe es ihm nie verraten...sonst würde er mich einfach ins Meer werfen... . ... ... ... . Ich habe Papa es nie erzählt... . Er hat es irgendwie herausgefunden... . Und dann hat er den Mann beschossen... . ... ... . Sein Blick ist immer so...kalt...wenn er wütend wird... ." Einen Moment lang wirkte der Junge abwesend. Er seufzte kurz auf und ließ die Schultern hängen. "Ich mag es nicht wenn er so schaut..." |
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 | Thema: Re: Kleine Herberge von Oma Chichi 2012-03-29, 16:49 | |
| Der Versuch die Stimmung ein wenig aufzulockern und Joan so wieder aus dem Ängstlichen heraus zu holen war ja mal gründlich daneben gegangen. Nun wirkte das Kind nch ein wenig ängstlicher, beunruhigter, fast ein wenig so, als würde er ihm etwas erzählen, dass er ihm eigentlich gar nicht erzählen durfte. "Mhm...", kam es nachdenklich von Nyx. Er konnte verstehen, dass er als Kind es gar nicht so prickelnd fand, wenn sein Vater so drauf war.. vor allem nun nicht, da sie sich ja scheinbar einen Körper teilten. "Das klingt wirklich so, als wöllte man deinem Vater nicht begegnen, wenn er wütend ist." Leicht legte der Informant den Kopf schief. Wenn er nun wie jeder andere wäre, hätte er dem Jungen vielleicht zur beruhigung eine Hand auf die Schuler gelegt, doch Nyx war nunmal Nyx und er hatte eine leichte Phobie vor Berührungen und würde dies daher nicht machen. Doch so recht wusste er auch nicht, was er tun sollte. Er war nicht sonderlich geübt im Umgang mit solchen Situationen. "Wie ich bereits sagte Joan.. nicht alle Menschen, die auf den Meeren ihr Unwesen treiben sind schlecht und wollen dir oder deinem Vater etwas böses." Ein wenig hatte Nyx auch das Gfeühl, dass dies vor allem dann der Fall sein würde, wenn jemand Joan etwas böses wollte. Und das Joan dann nichtmal mitbekommen würde, was genau geschehen würde, da seine zweite Persönlichkeit, sein Vater, die Kontrolle übernehmen würde. Eine schwere Situation. |
|  | | Joan Haotzu

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 | Thema: Re: Kleine Herberge von Oma Chichi 2012-03-29, 20:54 | |
| Joan hörte Nyx zu. Er wirkte dabei etwas verloren aber aufmerksam. Als wolle er verstehen, aber es fiel ihm schwer. Kurz senkte er nochmal den Kopf. Dann schaute der Junge wieder zu Nyx. "Da habe sie recht.", meinte er dann erleichtert, "Sie sind ja auch nett, Mr. Nyx. Papa vertraut ihnen auch schon mehr als manchen anderen." Kurz hielt er Inne und überlegte. Wieder wich der Blick von dem Informanten weg. Dann schaute er wider zurück. "Glauben sie das Papa ein schlechter Mensch ist?", wunderte sich der Junge. Er selbst konnte dies nicht einschätzen. Er sah seinen Vater nur von seiner Sicht, nicht von der eines anderen. |
|  | | Nyx

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 | Thema: Re: Kleine Herberge von Oma Chichi 2012-03-30, 14:12 | |
| Nyx mochte es nicht, wenn Leute in seiner Umgebung so verloren wirkten, als bräuchten sie Hilfe, oder seien sie so unsicher und am Liebsten würde er etwas dagegen tun. Doch was, wusste er selbst nicht, verbarg sich hinter dem, was sein Hirn ihm mitteilte, was er tun konnte. Als Joan dann aber schließlich fragte, ob er glaube, dass sein Vater ein schlechter Mensch sein, schüttelte Nyx sanft den Kopf. "Ich denke nicht, dass dein Vater ein schlechter Mensch ist. Er versucht lediglich das, was er liebt, zu beschützen. Und dies bist du." Matt lächelte er dem Kind zu. Ja, so schätzte er den Vater des Jungen ein. Sein Sohn war wahrscheinlich alles was er hatte und dies versuchte er zu beschützen. Doch... was war eigentlich mit der Mutter des Jungen? Oft war es doch so, dass die Frau für einen Mann das wichtigste war. Mhm.. ob er ihn fragen sollte? Sicher.. es interessierte ihn. Andererseits war es so, dass er ihn nicht noch mehr verunsichern und traurig machen wollte, als er nun schon wirkte. |
|  | | Joan Haotzu

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 | Thema: Re: Kleine Herberge von Oma Chichi 2012-03-31, 16:24 | |
| "Da bin ich ja froh.", meinte Joan dann erleichtert. Sein Lächeln war wieder auf das Gesicht zurückgekehrt und seine Unsicherheit schwand dahin. Er schaute auf seine Spieluhr und dann wieder zu Nyx. Er merkte das den Mann wohl etwas beschäftigte. Seine Augen schauten so eindringlich auf ihn nieder. Der Junge wunderte sich darüber, doch dann wandte er den Blick zum Fenster. Es wirkte so, als würde er lauschen. Dem knisterndem Feuer, dem Knarren der Fensterscheiben und dem Pfeifen im Wind. Kurz schlugen seine Augen nieder. Ein Wimpernschlag der Kälte, Ernst und Ruhe brachte. Joan legte die Arme auf den Tisch und faltete die Hände übereinander. Eine Haltung, die an Gebetspose erinnerte. "Was beschäftigt sie, mein Herr?", fragte der Junge mit starrer, ruhiger Stimme. Der Junge war erneut fort und der Vater saß dem Informanten ein weiters Mal gegenüber. |
|  | | Nyx

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 | Thema: Re: Kleine Herberge von Oma Chichi 2012-04-01, 00:32 | |
| Eine kurze Weile war schweigen in der Lobby der kleinen Herberge eingetreten. Nyx dachte nach, fragte sich, was mit der Mutter des jungen Joan gewesen wra, so dass diesem nur noch der Vater - in seiner Seele - übrig geblieben war und er selbst wirkte ebenso abwesend, als lausche er den Klängen, die die Umgebung für ihn bereit hielt, so, wie er es in vielen Tagen in der ruhigen Vergangenheit mit einem lebenden Vater bereits zu Hause getan hatte. Erst die starre, ruhige Stimme des väterlichen Mannes riss Nyx aus seinen Gedanken, so dass er wieder zu dem Blonden sah, der nun wie bereits so oft zuvor ein ganz anderer zu sein schien. Ein mattes Lächeln lag auf den Lippen des Informanten. "Nun... vielleicht maße ich mir mit dieser Frage zu viel an, da ich sie und ihren Sohn kaum kenne, Ming. Doch ich habe mich gefragt, was mit der Mutter des Jungen ist. Ich höre ihn beständig von Ihnen sprechen, doch kein Wort über sie. Würden Sie mir vielleicht erklären, warum dies so ist?" De Informant war sich sicher, dass er sich mit dieser Frage auf eher dünnes Eis begeben würde. Immerhin war dies vollkommene Privatsache der Beiden, weise ihn nicht im Geringsten zu interessieren hatte. Sein Wissensdrang jedoch stellte diese Frage. |
|  | | Joan Haotzu

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 | Thema: Re: Kleine Herberge von Oma Chichi 2012-04-05, 22:38 | |
| Einen Augenblick nach Nyx Frage verharrte der Mann mit dem Gesicht des Kindes in zeitloser Stille. Alles im Raum schien aus Anspannung zu schweigen. Aus Angst vielleicht? Oder war es einfach eine Woge des Unwohlseins die über sie herein brach? Ming runzelte leicht die Stirn. Seine Augen schlossen sich und er verzog nachdenklich die Mundwinkel. "... ... . Eine...berechtigte Frage... .", sprach er dann, "Eine schmerzliche ebenfalls... ." Wieder verharrte er kurzzeitig in Stille. "Hm... . ... ... ... . Sie war eine wunderbare Frau... .", erzählte er dann, "Und wäre sicher eine gute Mutter gewesen.... ." Er nahm seine Hände hoch, stemmte die Ellenbogen auf den Tisch und legte die Stirn gegen die Handflächen. "Johanna...hieß sie... . Sie litt unter einer schweren Erkrankung als Joan noch nicht geboren war... . ... ... . Ihr Geist war oft geplagt... . Als Joan zur Welt kam... .... ...trat sie ihr Leben an ihn ab... . ... ... . Joan weiß davon...nichts... . Er leidet an derselben Krankheit wie seine Mutter... . Er hört Stimmen... . Sieht Dinge in den Schatten... . Hat Angst vor allem was er nicht kannte... . Sein Immunsystem war zu seiner Geburt ebenfalls schwach... . ... . Ich hatte immer Sorge...das er ihr folgen würde... ." Seine Augen richteten sich wieder zu Nyx. Er hob den Kopf und legte die Hände wider auf den Tisch. "Mein Sohn ist sehr zerbrechlich... . Seelisch sogar mehr als körperlich... . ... . Ich will ihn nicht noch mehr Leid durchleiden lassen... ." |
|  | | Nyx

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 | Thema: Re: Kleine Herberge von Oma Chichi 2012-04-13, 02:13 | |
| Ruhig lauschte der junge Informant den Worten des Mannes in Kindsgestalt. Langsam aber sicher glaubte Nyx zu verstehen, was genau mit Joan los war und wie es dazu kam, dass er seinen Vater in sich hatte - oder dies zumindest selbst glaubte und ein Meister der Verstellung geworden war, so ganz war sich Nyx nicht sicher, wie er ihn einordnen sollte. Sicher war nur, dass er ein seltsamer kleiner Bursche war. "Verstehe... und deswegen sind Sie bei ihm..? Damit ihm nichts passiert und sie ihn vor allem Beschützen können, richtig?" Er faltete die Hände in einander, musterte den ernsten Gesichtsausdruck. "Erlaubt mir eine weitere Frage, Ming." Leise seufzte er. "Ich mag vielleicht nicht viel Ahnung von ihren Verhältnissen haben, oder von der Erziehung von Kindern.. doch glauben Sie, dass das der richtige Weg ist? Joan vor allem zu beschützen? Ihn vor allem 'bösen' zu isolieren?"
(Sorry² >< Netz war erst tot und dann wollt die Formulierung nicht so.. deswegen is der Post nun auch doof... ._.") |
|  | | Joan Haotzu

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 | Thema: Re: Kleine Herberge von Oma Chichi 2012-04-17, 14:08 | |
| Der Junge saß vor dem Informanten. Er hörte den Worten zu und sein Blick schien sie vor sich zu gefrieren. Die Hände waren noch immer gefaltet und die Finger drückten sich gegeneinander. Er antwortete nicht auf Nyx Aussage und schien bei seiner Frage zu lächeln. "Lassen sie mich ihre Frage mit einer Gegenfrage beantworten... .", meinte er und schloss die Augen, "Würden sie ein Kind ins Meer werfen bevor sie wissen ob es schwimmen kann?" Er sah den Informanten an. Gelassen und völlig in Ruhe verharrend. "Gut und Böse... . Es sind nur zwei Worte, aber sie leben schon so lange wie der Mensch... .", erklärte er, "Es sind nur Verben... . Wörter um Taten Bedeutung zu geben... . Sie zu rechtfertigen... ." Er legte den Kopf wieder gegen seine Hände, über die Nase. So das seine Augen den Informanten noch erfassen konnten. "Es gibt kein Gut oder Böse... . Das allein...liegt im Auge des Betrachters... . Ein Pirat erschlägt einen Banditen, weil dieser einen Kameraden tötete. Dieser Kamerad hat vorher das Heimatdorf des Banditen niedergebrannt. Die Dörfler hatten seine Eltern gehängt, weil diese vor Jahrzehnten ein Marine Schlachtschiff versenkten. Das Schiff war jedoch von den Piraten gekapert worden, denen er später beigetreten ist. Wer von denen ist nun im Recht? Wer Gut? Wer Böse?" Er schüttelte den Kopf und legte die Hände wieder auf den Tisch. "Ich beschütze meinen Sohn...vor denen die ihm schaden wollen... . Er nutzt die Worte... ...aber für mich haben sie keine Bedeutung... ."
(schon okay ^_^ Passiert halt) |
|  | | Nyx

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   (5000/5000) Ausdauer:
   (400/400) Verteidigung / AT Boost:
   (10/10)
 | Thema: Re: Kleine Herberge von Oma Chichi 2012-04-19, 20:21 | |
| Leicht schmunzelte der Informant mit dem weißen Haar bei der Antwort des Mannes im Kindskörper. Es war eine gute und gekonnte, aber vor allem philosophische Antwort, über die er im Normalfall eventuell gerne sinniert hätte, doch ging es dem jungen Mann um etwas anderes, weswegen er leicht den Kopf schüttelte. "Sie mögen Recht haben, gut und böse sind Ansichten, die wieder entkräftet werden, je nachdem von welcher Seite man eine Situation betrachtet. Mir ging es eher um die Frage, ob es richtig ist jemanden vor allem zu isolieren, was schadhaft sein könnte." Nyx lehnte den Ellenbogen gegen die Lehne der Couch auf der er gerade saß und legte den Kopf in die Handfläche. Sein Blick lag immer noch auf Ming. "Wie ich bereits sagte: ich verstehe nicht viel von Erziehung, dennoch halte ich es nicht für gut, wenn sie Joan vor allem beschützen, was ihm schaden könnte. Wie soll er auf diese Weise eigene Erfahrungen machen können, wenn sie sich immer Einklinken und ihn da raus holen? Wollen Sie dies ewig machen? Was wird auf diese Weise aus ihrem Sohn werden?" Leicht schüttelte er den Kopf, nahm diesen von den Handflächen. "Mir ist bewusst, dass ich kein Recht habe mich da einzumischen, vor allem, da die Krankheit, die Joan zu haben scheint all dies nicht gerade einfacher machen würde und ich weder sie, noch den Jungen richtig kenne." |
|  | | | | Kleine Herberge von Oma Chichi | |
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