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 Teehaus "Gyokuro"

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Gwangjong
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BeitragThema: Teehaus "Gyokuro"
Teehaus "Gyokuro" Icon_minitime1Di 31 Jul 2018 - 21:15
#238354

Beim Gyokuro handelt es sich um ein versteckt liegendes Etablissement- kaum jemand erwartet in dem Gewirr aus Gassen und kleinen Straßen ein Teehaus zu finden- noch dazu weist nur ein sehr subtiles und kleines Schild auf das in einem Keller gelegene Gyokuro hin. Drinnen findet der Gast einen erstaunlich spartanisch eingerichteten Gastraum- zwischen niedrigen Tischen und einigen wenigen Dekoelementen nimmt nur ein großes Aquarium und eine erstaunlich vielseitige Auswahl an Bonaipflanzen den Geist ein. Der Besitzer, Meister Kao, hat hier versucht einen Ort zu schaffen, der von der Hektik der Marinestadt ablenkt- und dieser Effekt wird durch eine perfekt abgestimme Auswahl erlesener Tees, häufig von fernen Inseln importiert, ergänzt. Dazu gibt es ausgewählte Kleinigkeiten zu essen- jede von ihnen perfekt darauf ausgelegt, einen gesunden Körper (der im Einklang mit einem gesunden Geist steht) zu fördern. Die Preise sind eher im oberen Segment angesiedelt- was aber durch die Qualität mehr als ausgeglichen wird. An einigen wenigen Abenden lässt sich Meister Kao sogar dazu hinreissen, für seine Gäste auf der Shamisen aufzuspielen und sie in einen Traum aus Klang mitzunehmen.
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Nya
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BeitragThema: Re: Teehaus "Gyokuro"
Teehaus "Gyokuro" Icon_minitime1Mi 1 Aug 2018 - 18:14
#238392

[ kommt mit Gwangjong So Shellstown Innenstadtbereich und betritt das Gyokuro]

Ein Schritt aufeinander zu bedeutete irgendwie auch wieder drei Schritte rückwärts zu stolpern. Sich in sichere Gewässer zu begeben. Da taten sich beide nichts. Nur war in diesem Fall der Gefreitin gar nicht bewusst, dass ihre Schutzfrage ihn verletzen oder kompromitieren konnte. Dementsprechend war sie anfangs auch verwundert über die Reaktion von Gwangjong. Am liebsten hätte sie ihn unterbrochen, es richtig gestellt. Doch sie tat es nicht. Logisch betrachtet hatte er recht und sie das gerade verbockt. Egal wie sie dagegen argumentieren würde und wenn sie ehrlich war wollte sie auch nicht dagegen argumentieren, denn das würde beide Gemüter nur unnötig aufheizen. War aber nun darüber schweigen die bessere Option? Einfach so tun als würde...ja...ja als was? Sie wusste es nicht. Wäre es also letztlich egal was sie tat? Verdammt. Also hatte sie nichts gesagt als So ihr mitteilte das sie ihr Ziel erreicht hatten und ihr den Vortritt ließ. Nya war unzufrieden mit sich selbst. Konnte das nicht so stehen lassen. Gerade als sie die Sprache wieder gefunden hatte wurde sie aber von dem Ambiente des Teehauses eingenommen. Unwillkürlich entwich ihr ein lächeln, deutete einen leichten Knicks in Richtung Gwang an und trat dann völlig ein. Eher unbewusst ließ sie Gwang ab hier den Vortritt. Das war wirklich ein schöner Ort. Als würde man neu geerdet werden. Entschleunigt. Am liebsten hätte sie sich alles genau angesehen. Die Pflanzen angefasst und bewundert, sich vor das Aquarium gestellt und den Fischen bei ihrem Treiben zugesehen wie ein kleines neugieres Kind. Aber das war sie nicht. Still ließ sie diesen Ort auf sich wirken und konnte verstehen warum man sich einen solchen Ort zum entkommen aussuchte. Insgeheim kramte sie in ihrem Hinterstübchen fast schon verzweifelt nach Verhaltensregeln an solchen Orten und fragte sich einen Augenblick warum So sie nicht einfach zu einem Bäcker hätte ausführen können? Ria hatte er doch damals auch ganz unverfänglich eine Wurst spendiert warum musste sie also in solchen schicken Läden ausharren? Wobei dieser Ort viel schöner als das Dreihorn war. Vielleicht musste sich So ja etwas von dieser Dekadenz bewahren. Ein Gegenpol zu der Einfachheit der Marine. Wie auch immer. Im Moment wollte Nya daran keinen Gedanken verschwenden.

Ein noch breiteres grinsen entwich ihr als sie den sanften überhaupt nicht aufdringlichen Geruch von frisch gekochten Tee wahrnahm und das mit ihren verkümmerten Sinn. Dieser Ort wurde ihr immer sympatischer. Ein wenig bedauerte sie einen kurzen Augenblick hier noch nie gewesen. Doch sie kannte sich, niemals hätte sie diesen Ort allein betreten. Verdammt sie würde Gwang hier noch blamieren. Im Dreihorn war es ihr egal aber der Hauptgefreite schien dieser Ort wichtig zu sein. Also griff sie nach dem Arm des Soldaten, zart und etwas unsicher. Doch bevor sie ihn diese unzulänglichkeit ihrerseits beichtete würde sie sich entschuldigen. Gwangjong, es tut mir Leid wenn meine Frage dich gekränkt hat. Aber ich halte mein Leben für sehr langweilig sowie dunkel und brauche wohl noch mehr Zeit als ich gedacht habe um Fragen über meine Vergangenheit zu beantworten ohne dabei in eine Abwehrhaltung zu gehen." Sie sah ihn an,dass war ihr sichtlich unangenehm. Trotzdem war ihr das was sie jetzt sagen musste viel unangenehmer. Das zeigte sie jedoch nicht so derartig. Aus guten Grund. Nya war kein kleines verschüchteres Mädchen. Nie.

"Ihr wisst aber schon, das mir die meisten Verhaltensregeln in solchen Lokalitäten völlig fremd sind, oder? Wollt ihr wirklich, dass ich Euch blamiere? Und ich hab doch so ein talent für. Wirklich" Hätte sie doch mehr aufgepasst als man ihrer Schwester Cyrelle jede einzelne Regel reinprügelte. Wann man dies und das tut. Gott. So schön es hier war, kam sie sich gerade eher wie ein Bauerntrampel vor der hier nichts zu suchen hatte. Andererseits was konnte man denn bitte bei einem kleinem essen und etwas von diesem gut riechenden Tee falsch machen ? Alles! Schrie die Stimme ihrer sonst eher devotangehauchten Mutter in ihrem Kopf. Das war genau die Art der Motiviations die sie jetzt gebrauchen konnte. Komischerweise war ihr das ganze im Dreihorn weniger wichtig gewesen ( und das war defintiv ein schickimickiladen gewesen!), vielleicht weil es ihr da nichts ausgemacht hatte So zu blamieren. Allein ihr Outfit war dort eine Blamage. Ihr war das ja egal. Was hatte sie schon zu verlieren?

Und hoffentlich fasste So das nicht wieder irgendwie negativ auf. Dieses ganze Zwischenmenschliche war aber auch echt kompliziert. Bisher standen sie also noch immer immitten des Eingangsbereiches, einander Gegenüber und Nya hatte seinen Arm nicht losgelassen, von allen gut sichtbar.
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Gwangjong
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BeitragThema: Re: Teehaus "Gyokuro"
Teehaus "Gyokuro" Icon_minitime1Sa 4 Aug 2018 - 11:52
#238511

Gwangjong nahm sich den Moment. Nahm sich einfach einen Moment, sich von den Gerüchen und dem Ambiente des Teehauses einnehmen zu lassen. Ein feiner Geruch nach verschiedenen, manchen exotischen, manchen alltäglichen, Tees durchzog den Gastraum, vermischt mit dem Geruch des Holzes, dem nur leicht zu fühlenden Aroma der Bonsaibäume. Und dazu eine Ruhe, die ihresgleichen suchte. So vermutete immer noch, dass der Standort in einem Keller gewählt worden war, weil die dicken Wände und die ebenso schwere Tür nichts von draussen hereinließ, was die Ruhe und Geborgenheit, den meditativen Charakter dieses Raumes stören konnte. Kurz verlor er sich darin- in dem schwachen Licht, in dem beruhigenden Strom aus Gerüchen, in der Ruhe und dem Frieden. Dann brachte er sich selbst wieder ins hier und jetzt. Hörte die Worte Nyalas an- und lächelte. "Nyala. Du lässt dich zu sehr von dem leiten, was andere von dir denken. Ebenso wie ich, nebenbei bemerkt. Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass du mich hier blamierst. Oder dass dir die Verhaltensregeln für diesen Ort fehlen. Es gibt keine Regeln. Das hier ist ein Ort der Ruhe. Das sollte als Regel genügen. Halte dich einfach an diesen Grundsatz. Und dann lass dich von der Umgebung tragen. Weniger denken. Das ist der Weg zu Entspannung. Zu innerem Frieden. Lass dein Karma fließen, ohne drüber nachzudenken. Klingt schwieriger als es ist. Glaub mir. Komm." Er widerstand der Versuchung, sie bei der Hand zu nehmen. Wollte nicht zu schnell wieder zu stark Nähe aufbauen- sie verschrecken. Also ging er ohne Berührung weiter. Führte sie bis in eine Ecke, unauffällig, ruhig, perfekt für Stunden zu Zweit. Für den kurzen Moment der Zweisamkeit, der ihnen blieb. Bald schon würden Sangye und Mot Bericht erstatten. Die nächste Phase des Plans einleiten- und dann wart es vorbei mit der Zeit zu Zweit. Schon wollte er seufzen- als ihm etwas auffiel. Nein. Weder Sangye, noch Mot würden ihnen Bericht erstatten können. Keiner wusste, wo sie waren. Sein Lächeln wurde breiter. Sie hatten also alle Zeit der Welt. Kurz flammte ein Anflug von Pflichtbewusstsein und dem Bewusstsein, dass er diese Pflicht gerade verletzte auf. Er wischte ihn zur Seite. Ihr Plan würde noch genug Zeit haben. Jetzt war etwas anderes wichtiger. "Kartoffeln." "Ich kann dir den grünen Tee empfehlen- beinahe jede Sorte, die Meister Kao anbietet. Ich.. habe sie inzwischen alle durchprobiert. Naja. Es ist ein Teehaus. Irgendwie ist guter Tee hier zu erwarten, nicht wahr?" Er lächelte. Wusste nicht ganz, was er sagen sollte- das Fragespiel fortzusetzen wagte er nicht. Viele andere Gesprächsthemen kannte er auf Anhieb nicht- vor Allem keine Gesprächsthemen, die der rothaarigen Eiskönigin angemessen oder genehm waren. Hölle. Er hatte für diese Art von Freizeitgestaltung ebenso wenig einen Plan wie Nyala. "Ich hoffe, deinen Geschmack getroffen zu haben- das Meiste an Speisen, die hier gereicht werden, hilft dabei deinen Geist in Einklang mit dem Körper zu bringen... bringt zumindest mich dazu, besser nachdenken und mich konzentrieren zu können. Und... der Tee ist gut..." Okay. Er musste es zugeben. Er war überfordert.


Zuletzt von Gwangjong am So 5 Aug 2018 - 12:14 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Teehaus "Gyokuro"
Teehaus "Gyokuro" Icon_minitime1Sa 4 Aug 2018 - 20:16
#238541

Aufhören nachzudenken. Karma fließen lassen. Sich womöglich entspannen. Das alles klang in Nyas Ohren etwas utopisch. Das stellte sich Gwang defintiv zu einfach vor. Nya war ein Kopfmensch. Verbohrt. Dachte über alles nach. Rekonstruktiere alles.  Mit einem imaginären schmunzeln tat sie es ab. Sie konnte es ja wenigstens versuchen. Also folgte sie ihm, schaute sich noch immer um. Fand das konzept fasinierend irgendwie strukturiert und eben auch wieder nicht. Ordnung und Ruhe. Und auch wieder nicht. Es gefiel ihr Wirklich. Mit einem sanften schmunzeln  begutachtete die Gefreitin den ausgewählten Platz.  Perfekt. Ohne direkt entdeckt zu werden, auch wenn sie nicht recht wusste wer sie hier entdecken sollte.  Kurz stockte sie als sich  niederließ. War es nicht etwas gewagt an diesem Ort zu sein? Immerhin hatten sie keine Zeit sich zurückzulehnen, oder? Was wenn Ria oder Yeshi sie brauchten? Es plötzlich schneller ging als gedacht?  Verdammt. Nya machte sich schon wieder zu viele Gedanken, war nicht in der Lage ernsthaft abzuschalten.  Selbst wenn diese Hintergrundfaktoren nicht wären, so sind sie immernoch Soldaten und durften sie sich als solche diese Art der Auszeit gönnen?  Die Miene der Gefreitin hatte den gewohnt neutralen, fast kalten Ausdruck angenommen welchen sie immer bekam wenn sie nicht wollte, dass irgendwer mitbekam was sie dachte oder fühlte.  Verfickt. Ja sie durften. Irgendwo musste doch auch Zeit für was privates sein, auch wenn Nya dieses etwas nicht wirklich kannte. Privates.  Wären sie wirklich privat hier oder hatte sie da nur etwas falsch verstanden?  Mist. Nachfragen würde sie nicht. Bestimmt war das was sie hier gerade tat auch voll unhöflich. Schweigen, fast finster gucken und Gwang nicht die volle aufmerksamkeit schenken. Was das anging hatte sie noch verdammt viel zu lernen.  Angenommen das war privat, dann waren Gedanken an mögliche Gefahren oder Operationen, Nacht und Nebelaktionen oder irgendwelche Kämpfe nicht gestattet.  Gut. Mit Mühe und einem leichten Kopfschütteln zwang sich die Rothaarige regelrecht diese Gedanken ganz weit nach Hinten zu schieben. Sie würden ja nicht ewig hier bleiben und wenn der Schwarzhaarige gewollt hätte das sie erreichbar wären hätte er doch einen anderen Ort gewählt. Warum also diesen? Was hatte er vor? Damit wäre das mit der Aufmerksamkeit geklärt-für den Moment.

Genug der Unhöflichkeit. Sie sollte So nicht derart in der Luft hängen lassen. "Ach hast du das? Und der grüne Tee ist dir dabei am meisten im Gedächnis geblieben? Dabei ist sein Geruch eher unspektakulär. Seine Wirkung, wenn er gut zubereitet ist  aber beruhigend. Und was empfiehlt der Herr den so zu essen? Hat er da auch alles probiert, was wenn ich mir das Angebot anschaue  in manchen Fällen für nicht Sinnvoll erhalte..." Erneut ließ sie den Blick schweifen, blieb bei einem Bonsai hängen dessen Windungen ihr besonders gut gefielen, ehe sie den Blick wieder zu Gwang richtete. Unschlüssig. Was tat man den bitte in so einer Situation? Wahrscheinlich sich unterhalten über belangloses oder wichtiges Zeug. Beides hatte seine Tücken und Nya war in beidem nicht gut wie sie feststellen durfte. Es wäre ihr auch nicht unrecht nur zu schweigen normalerweise, doch  irgendwie erschien es ihr falsch. Und auch Gwang schien nicht so recht zu wissen was er tun sollte.  Das war doch zum Mäuse melken. Nur um irgendetwas zu tun, öffnete sie den Zopf und richtete ihre Haare und striff das Zopfband um ihr linkes Handgelenk. Unwillkürlich musste sie kichern. Wie erbärmlich das war. "Du wirkst etwas unzufrieden? Warum? Oder irre ich?" fragte sie um die Stille die sie eigentlich schätzte zu brechen. "Habe ich was falsch gemacht?", setzte sie nach. Nicht weil sie das glaubte sondern weil sie nicht wusste warum Gwang sich so komisch verhielt.  Nichts ahnend das sie es ähnlich tat. Dieses Privat machte sie kirre. Normalerweise war ihr nicht viel unangenehm mit genügend abstand tat sie das was sie wollte, preschte vor und machte das was ihr für richtig erschien.  Nur jetzt nicht, stand sie auf einem schmelzendem Eisstück und drohte zu ertrinken.


Zuletzt von Nya am So 5 Aug 2018 - 13:17 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Teehaus "Gyokuro"
Teehaus "Gyokuro" Icon_minitime1So 5 Aug 2018 - 12:45
#238551

Gwangjong zuckte zusammen. Er hatte sich offenbar nicht so gut unter Kontrolle gehabt wie er geglaubt hatte- und seine Unfähigkeit, die Situation in die richtige Richtung zu steuern wohl nicht so gut verborgen wie er geglaubt hatte. Offenbar war es ihm doch deutlich anzusehen gewesen. Also schüttelte er grinsend den Kopf. "Weisst du, ich bin ein wenig damit überfordert, eine Unterhaltung nicht sofort wieder einschlafen zu lassen, ohne dabei allzuviel völlig nutzloses Zeug von mir zu geben." Er seufzte. "Ich bin in dieser "ernsthafte Beziehung"- Sache nicht wirklich gut. Hab sie wohl noch nie so wirklich probiert. Und bin jetzt etwas überfordert damit. Weiss nicht wie ich ein Gespräch am Laufen halten soll, und habe das Gefühl, Schweigen wäre der falsche Weg. Also suche ich verzweifelt nach etwas, um die Leere aufzufüllen, und scheitere daran." Immer noch lächelnd, schüttelte er den Kopf. "Ebenso wenig kann ich dir etwas zu Essen empfehlen- weil ich nicht weiss, wonach du dein Essen wählst, wenn nicht nach dem Geschmack. Gesund ist es alles. Ich könnte dir von allen Dingen, die hier angeboten werden, erzählen wie sie schmecken- aber wie erklärt man dem Blinden Farbe? Kurzum, ich bin hilflos in deiner Gegenwart, Nyala Herrian. Und das Spielen mit deinem Haar, dieser flammenden Wolke, die dich einrahmt, macht es nicht gerade leichter mich zu konzentrieren. Geschweige denn dieses schnippische Lächeln, dass du heute zeigst. Und nein. Bei grünem Tee kommt es nicht auf den Geruch an, sondern auf die belebende Wirkung. Darauf, dass er deinen Geist erweitert, ohne wie Kaffee deinen Kopf in Unruhe zu versetzen. Ausserdem ist er gesund. Hilf angeblich bei Herzproblemen, auch wenn mir als Arzt da etwas die empirischen Studien fehlen, dass unhinterfragt zu glauben. " Er stutzte. "Uuuund ich fülle wieder die Stille mit einem Schwall an überflüssigen Worten." Er versuchte sich hinter ein Lächeln zu retten- rieb sich kurz die Narbe, die juckte, als sie besser als sonst durchblutet wurde. "Ich würde gerne mehr über dich erfahren, aber wir beide haben ein Talent dafür, tiefer in den Wunden des Anderen, die nicht heilen wollen, zu stochern- und ich will nicht mit Anlauf ins nächste Fettnäpfchen stolpern. Also sollten wir uns ein andere Thema suchen. Wie zum Beispiel... " Er dachte einen Moment nach. "Wie schaffst du es eigentlich so gut zu kochen? Nicht als leeres Kompliment abtun. Sondern... wie entscheidest du dich für die richtigen Mengen? Die passende Würze?"
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BeitragThema: Re: Teehaus "Gyokuro"
Teehaus "Gyokuro" Icon_minitime1So 5 Aug 2018 - 13:59
#238554

Mit einem sanften lauschte sie den Worten Gwangs und fand es niedlich. Worüber er sich alles Gedanken machte. Interessant. Er machte die Dinge größer als sie waren. Zumindest wenn man es von Nyas Sichtweise aus betrachtete.  Die Bemerkung über ihr Haar verstand sie erst gar nicht. Aber vielleicht war das auch besser so.  Unabhängig davon wurde das ganze immer niedlicher.  Entllockte ihr nur noch ein  weicheres lächeln.  Bis er in seinen Augen eine Frage gefunden hatte die kein Fettnäpfchen darstellte. Noch immer könnte Nya das lächeln nicht abstellen und auch das spielen mit ihrer Haarsträhne nicht.  Und sie ließ sich Zeit mit dem Antworten, nicht weil es ihr unangenehm war oder sie irgendwie verletzten könnte nein einfach weil es ihr für den Moment gefiel Gwang zu betrachten.  Und sie hätte es auch noch viel länger getan, nur besann sie sich ihrer wenig vorhandenen Manieren.

"Weißt du Gwang, vielleicht solltest du aufhören dir darüber Gedanken machen wie es für mich ist das ich nichts schmecke. Denn es ist gar nicht so grausam wie du dir das vorstellst. Wenn du es nicht wüsstest, was hättest du jemanden empfohlen der schmecken kann? Ich habe fast das Gefühl es dir unangenehmer als mir. Das ist irgendwie süß. Kurz schloss sie die Augen, genoss die Ruhe des Ortes. Ehe sie sie wieder öffnete und Gwang anlächelte. "Weißt du ich bin geschmacklos geboren, konnte also nie schmecken...und ich fand essen sehr lästig. Hab Tagelang gar nichts gegessen oder einfach zu wenig. Daher hat meine Mutter mich gezwungen zu einem Ernährungsexperten zu gehen. Und glaub mir das lernst du so dämliche sachen. Nichts was dir essen wirklich schmackhafter macht. Eher unnützes wissen. Das meiste zumindest. Oder die einem noch mehr abschrecken zu essen. Daher hab ich aber ein recht gutes theoretisches wissen erlangt. Na und der Rest war mal wieder trotz. Weißt du ich  habe nicht wirklich viel übrig für jemanden der sagt, dass man Dinge nicht kann nur weil man eine vermeitliche Einschränkung hat. Kurz dachte sie daran wie ihr jeder gesagt hat, dass man nicht tanzen und kämpfen kann. Tja. Andere Geschichte. " Ich hab auf einem Schiff bei der einen oder anderen Tour bei einem guten  Marinekoch gelernt. Viel abgeschaut. Aber würzen ist in Wahrheit nur eine Sache von Gefühl. Garpunkte kann man auch ohne Geschmack erkennen. Weißt du  ich weiß ja wie die Konsetenz sein muss und das kann ich feststellen auch ohne es zu schmecken. Und wenn ich wirklich nicht weiß ob was schmeckt lass ich immer jemanden probieren. Letztlich kann kochen jeder Gwang. Dafür muss man nicht schmecken können. Das meiste ist einfach Gefühl und probieren." Sie schüttelte den Kopf, beugte sich etwas vor. "Aber in Wirklichkeit mag ich einfach das Zusammenspiel von Farbe. So wähle ich alles aus. Kochen war wohl so ziemlich das einzige wo Nya nicht derartig plante auch wenn sie hier sehr strukturiert und aribisch bis perfektionistisch war. Es musste ihr einfach gefallen. Und das wissen welche zutaten zusammen harmonierten hatte sie, wie die Theorie wie sie schmecken sollten.

"Und du hast du irgendwelche ausgefallenen Hobbies?" fragte sie ehrlich interessiert.
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BeitragThema: Re: Teehaus "Gyokuro"
Teehaus "Gyokuro" Icon_minitime1Di 7 Aug 2018 - 21:24
#238628

Gwangjong nickte. Langsam. Nachdenklich. Kluge Worte- kluge Worte, wie er sie eignentlich auch erwartet hatte. Alternative Wege suchen. Eigene Schwächen durch andere Kompetenz kaschieren. Was ihr in der Praxis fehlte, machte sie durch perfekte Theorie wieder wett. Eine interessante Methode, an Schwierigkeiten ranzugehen. Durchdacht. Taktisch. Analytisch. Es passte gut zu ihr- so unglaublich gut. Wo er impulsiv und offensiv vorging, ging Nyala Herrian taktisch und überlegt vor, defensiv und gut durchdacht. "Verschiedene Taktiken. Verschiedene Techniken. Ich würde vermutlich einfach kombinieren, was klug erscheint, und dann solange probieren, bis mir das Ergebnis gefällt. So lange nachbessern bis ich glaube dass es genügt..." Er lächelte, seufzte halb auf. "Und am Ende würde es furchtbar schmecken. Wenn ich dir etwas gestehen darf- ich bin ein absolut erbärmlicher Koch. Mir fehlt das Gefühl dafür. Und irgendwie auch die Ahnung. Aber ich bin großartig im Essen. Kann mir niemand etwas vormachen." Kurz unterbrach er ihr Gespräch. Nutzte die Chance, zu bestellen- schließlich waren sie nicht hier, um sich besser kennen zu lernen. Naja. Vermutlich wenn sie ehrlich waren schon, aber dass versuchte er immer noch nicht so deutlich zu machen- immerhin hatten sie vorgehabt, es nicht sofort an die große Glocke zu hängen. Wie lange das auch immer anhalten würde. Ein kurzer Stich durchfuhr ihn. Aber es war besser so. Und er würde aus diesem Moment das Beste machen, dass er konnte. "Weisst du, eigentlich ist alles, was ich heute tue mal als Hobby angefangen. Die meisten Jungen auf Mary Joa bringen nur gerade so viel Kampfausbildung hinter sich, dass sie ihrer Familie keine Schande machen. Lernen eben mit dem Schwert umzugehen, weil es üblich ist, dass sie mit dem Schwert umgehen können. Also haben die Meisten einfach ein paar Stunden genommen und es danach wieder verworfen. Ich hab darin damals einen Sinn gesehen. Etwas, in dem ich gut war- und Hölle. Ich war gut. Ich habe danach gestrebt, immer besser zu werden. Den menschlichen Körper zu studieren, um ihn ebenso zerstören wie wieder aufbauen zu können. Und man hat mich machen lassen. Und heute habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht. Ist es nicht wunderbar?" Der beissende Sarkasmus in seinen Worten war kaum zu überhören. "So bin ich übrigens auch zur Medizin gekommen. Den Körper studiert, was ihm hilft, was ihm schadet. Reichte, um bei der Marine für eine Sonderausbildung als Feldscher angenommen zu werden. Hat nicht gereicht, um eine vollwertige Militärarztkarriere zu verfolgen- nicht einmal mit den Fäden, die mein Vater gezogen hat. Wäre vermute ich auch irgendwann zu langweilig für mich geworden. Ich denke, ich brauche etwas mehr zu tun als Wunden zu heilen und gegen Diarrhoe auf verlorenem Kampf zu stehen. Ist also wahrscheinlich das Klügste, eine Mannschaftslaufbahn eingeschlagen zu haben. "

Er lehnte sich auf dem Boden zurück, stellte fest, dass er hinter sich nichts zum Anlehnen hatte, setzte sich wieder gerade hin, während er Nyala ansah. Wie er sie dabei beobachtete, wie sie offensichtlich unwillkürlich eine Strähne ihrer flammenden Mähne hinter das Ohr zurück schob- die im nächsten Moment bereits wieder die Flucht zu ergreifen begann. Unwillkürlich musste er grinsen. Ihr Haar war ebenso schwer zu bändigen wie Nyala selbst. "Ansonsten... ungewöhnliche Dinge? Weisst du denn nicht, dass ich nicht nur ein Adliger, und damit von Natur aus langweilig, bin, sondern dazu noch Soldat und damit nur den Dienst und die Gerechtigkeit kenne, ganz wie du selbst?" Er verkniff sich nur noch mit Mühe ein Lachen- auch wenn sein Grinsen immer breiter wurde. "Ich weiss nicht- ich brauche manchmal einen Ausgleich. Zu all dem unruhigen Kampf, gegen jeden Kampf, jeden Versuch, das Richtige zu tun. Du weisst selbst, ich hänge mich zu sehr rein. Stelle zu hohe Anforderungen an mich selbst. Und man braucht kein psychologisches Training, um zu wissen, dass das ein Verstand nicht lange mitmachen würde wenn er ständig in Anspannung wäre. Und als Ausgleich mag ich.. naja. Ruhe. Grünen Tee. Abgeschiedene Orte. Wälder. Oh, Hölle. Ich liebe Wälder. Vor Allem, wenn Schnee gefallen ist. Der Ger... " Er stockte. Beendete den Satz nicht- wissend, dass er sich mal wieder zu viele Gedanken machte, nichts falsches zu sagen, aber dennoch auf jeden Fall aus dem Fluss. "Naja. Und ich habe damals, auf dem Berg gelernt, meinen Geist zu fokussieren. Meditation. Atemübungen. Alles, was man braucht um wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Um Geist und Körper in Einklang zu halten. Um auch unter Druck zu funktionieren. Das ist eine Art... Rückzugsort. Sich darauf fokussieren, was in einem selbst vorgeht, und das, was um einen herum stürmt, ausblenden." Er atmete durch. "Und du? Was tust du, wenn du nicht gerade in der Küche stehst oder die Welt mit mir zusammen rettest? Womit verbringt die legendäre Eiskönigin ihre freien Stunden? Ich hab mitbekommen dass du gerne tanzt... aber ich hab dich noch nie tanzen gesehen. Schade eigentlich." Er kratzte sich leicht nervös den Hinterkopf. Ob in ihrem Tanz die selbe Eleganz mitschwang, wie in ihrem Kampf? Ob sie ihn ebenso elegant vorführen würde, wie sie es auf dem Übungsplatz geschafft hatte- ihn ebenso plump und langsam wirken lassen würde? Und das, obwohl er eigentlich kein schlechter Tänzer war. Gewesen war?
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Teehaus "Gyokuro" Icon_minitime1Di 7 Aug 2018 - 23:08
#238634

" Wie Edu...", dachte sie bei sich während ihr Gegenüber bereits weiter sprach und es zuvor sogar schaffte etwas zu essen zu bestellen... Leicht schüttelte sie den Kopf. Auch wenn er erzählte war immer noch so speziell. Ob er sich bewusst war das er für außenstehende immer wieder hervorhob das er etwas besseres war? Das war sowohl frustierend als auch erheiternd. Sie lauschte weiter, aufmerksam und merkte sich alles.

"Und das als Arzt. Solltest du es nicht besser wissen wenn es reicht? Wir wissen beide das du nicht oft auf deinen ärztlichen Rat zu hören scheinst. Aber gut. Ich werd dich schon zwingen auch mal eine deine Gesundheit zu denken." Das war keineswegs böse gemeint oder derartig aber dennoch konnte sich Nyala der Sorge darüber nicht verwehren. Doch Gwang schien das Thema bereits abgetan zu haben und sprang zu Nyas eigentlicher Frage. Die etwas im Widerspruch dazu lag. So wirklich wollte sich dieses Bild nicht einfügen. Auch wenn sie wusste das er nicht log, sonst wären sie ja auch kaum hier an diesem Ort sondern wahrscheinlich wirklich bei irgendeinem Bäcker oder Würstchenstand. "Du nimmst dir zu wenig Zeit zum entspannen, wenn du mich fragst.", fügte sie hinzu.

Eiskönigin. Da war es schon wieder. Warum nannte er sie so? Nyala verdrehte die Augen ehe sie doch wieder lächeln musste. Oh man Gwang. "Ich bin also eine Eiskönigin, ja? Was genau darf ich denn darunter verstehen? Wenn du mich schon so nennst. Nicht das es sie wirklich störte aber sie verstand es wieder einmal nicht. Nur weil sie nicht offenherzig herumlief und jeden an sich heran ließ? Na ja so schlecht war das doch gar nicht. Mal sehen ob Gwang was dazu sagen würde. Vorerst würde sie wohl seine Frage beantworten. Stimmt ich tanze sehr gerne und auch oft. Aber ob ich das wirklich als Freizeitvergnügen bezeichen würde? Eher nein. Das ist mehr eine Feldstudie und bewahrt die Agilität und Beweglichkeit. Vielleicht hast du das noch nie gesehen weil ich nicht will das man mich dabei sieht?" Sie zwinkerte ihm zu. Tätsachlich blieb sie meistens für sich dabei. Fühlte sich freier als sonst, lebendiger. Etwas das nur ihr gehört. Na ja fast. "Und seien wir mal ehrlich wo soll ich hier denn bitte tanzen?IUnd jemanden finden der es kann? Der Führen kann . Ach weißt du glaube es hat mich auch einfach noch nie jemand gefragt..." beendete sie etwas nachdenklich ihre Erzählung. Ob sie in diesem Fall die Führung abgeben könnte? Jemanden führen lassen? Sich zurücknehmen und sich auf die Füße treten lassen? Sie konnte. Aber wirklich wohl fühlte sie sich dabei nicht, weil es einfach zu viel nähe aufbaute. Obwohl es nicht mal das war. Sie würde gerne mal mit jemanden tanzen wirkte aber meist wohl eher so als ob sie jemanden erdolchen wollen. Daher war das wohl weiterhin etwas das sie nur für sich tun würde.

"Aber im allgemeinen hab ich kaum Freizeit. Ich bin da wohl sehr streng mit mir selbst. Da ich anders als du überhaupt nichts aushalte muss ich trainieren. Ständig und zwar nicht nur körperlich sonder viel mehr geistig. Und wenn man die meiste Zeit allein ist hat man auch nicht so lust auf typische Freizeitaktivitäten. Meist bin ich also entweder in den Katakomben der Basis, in meinem Quartier oder sonstwo wo kaum jemand ist.Ich liebe einfach die Ruhe aber nicht um der Ruhe willen sondern weil ich den Lärm in meinem Kopf dann viel besser verarbeiten kann." Okay das klang bescheuert als würde sie stimmen hören oder so. Vielmehr waren es verarbeitungsmechanismen, damit sie Dinge wie am Markplatz analytischer sehen konnte. Die Gefühle herausnehmen und die Logik die arbeit machen... Hielt Gwang sie für verrückt? Sie schaute weg, dachte nach. Suchte kurz nach Edu ehe sie wieder zu Gwang sah. "Ansonsten...mache ich mehr oder weniger gut meine Arbeit." murmelte sie leise. "Zeigst du mir beizeiten das mit den Meditieren mal? Ich glaube ich brauche da eine neue Herangehensweise." Es war ja nicht so das sie es nicht konnte aber in letzter Zeit funktionierte es einfach nicht mehr sich in eine Art ruhezustand zu versetzten, ständig war da diese Angst und vielleicht würde ihr ein neuer Ansatz helfen. Gwang wusste wahrscheinlich nicht, dass Nya selten um hilfe bat, meist lieber scheiterte als sich helfen zu lassen. Doch wenn sie ein Team waren, war es doch legitim von den wissen der anderen zu profitieren, oder nicht? War das nicht eine Art vertrauensbeweis? Sie war sich nicht sicher. Seufzte leise. Hätte sie ihm jetzt nicht fragen sollen? War das doch irgendwie nicht privat sondern hatte das schon wieder mit ihrer Arbeit zu tun. Es war zu spät und vermutlich würde Gwang eh nein sagen. Was gab es da auch groß zu zeigen...
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BeitragThema: Re: Teehaus "Gyokuro"
Teehaus "Gyokuro" Icon_minitime1Mi 8 Aug 2018 - 21:30
#238661

Gwangjong legte den Kopf schief. Lächelte immer breiter, während er Nyala zuhörte, ehe er tatsächlich kurz auflachte. Ungläubig den Kopf schüttelte, eher Nyala wieder ansah. "Gnädige Frau, sind Euch die wollüstigen Blicke der Jünglinge tatsächlich entgangen? Du ziehst seit ich dich kenne die Blicke der Soldaten auf dich, junge Dame. Und niemand wagt, dich anzusprechen. Die meisten Leute haben mehr Angst vor dir als vor mir, weil du als völlig unzugänglich giltst. Wie eine Königin, die über ein eisiges Königreich herrscht, eine wunderschöne Erinnerung in der Ferne- kalt und wunderschön wie eine Statue aus geschliffenem Eis. Ich denke, der Spitzname trifft dich manchmal gar nicht schlecht, Nyala. Du gibst dich so kalt und unnahbar wie ein Schneesturm- und dennoch. All die Rosen im Garten, sie verneigten sich und baten um Vergebung, denn nicht eine von ihnen konnte der Schönheit der Königin von Argyl gerecht werden." Erneut schüttelte Gwangjong den Kopf. Es fühlte sich immer noch unreal an. Als wäre das alles hier nur ein Traum, aus dem er bald erwachen würde. Er hatte die Eiskönigin vor sich sitzen- jene flammende Schönheit, die als unzähmbar einzelgängerisch bekannt war. Und sie bat ihn darum, ihr bei der Meditation zu helfen. Schwer zu glauben. Aber wahr. Glaubte er. Unauffällig nahm er einen Schluck Tee- erkaufte sich damit kostbare Sekunden des Nachdenkens. "Und ich weiss nicht was du meinst. Ich mache so oft Pause, wie ich es mir erlauben kann- aber das ist nicht so einfach. Weisst du... ich werde das Gefühl, dass die Last dieser Welt auf meinen Schultern legt so bald nicht loswerden. Mir fehlt wohl die Fähigkeit, mich ohne große Mühen einfach zurückzuziehen. Eben nicht der Held des Tages zu sein, sondern wirklich auszuspannen. Ich habs versucht. Aber Ruhe... ist selten meins. Macht mich nervös. Gibt mir das Gefühl, irgendwo anders sein zu müssen und meine Zeit zu verschwenden, die ich brauche um der Beste zu sein. Kann ich nicht einfach abschalten- so gern ich das auch täte. Und ja. Als Mediziner weiss ich, was gut für mich wäre. Was klug wäre, was gesund wäre, wa ich tun sollte. Aber seit wann hören wir auf ärztlichen Rat? Ich bin nicht klug, ich bin nicht weise, ich bin nur ein verdammter Glückspilz. Zum Beispiel weil ich heute hier mit dir sitze." Fuck. Soeben hatte er sich verplappert. Erstarrte einen Moment- ehe er taktisch weitersprach. Das Thema wechselte, ehe Nyala es merkte. Seine Gedanken rasten- also ging er auf das Nächste ein, was ihm einfiel.

"Und vielleicht sollten wir mal tanzen gehen. Wenn der Dienst es erlaubt. Nur wir beide, in Zivil."
Hölle. Wie war er auf den abwegigen Gedanken gekommen, das wäre besser? Er hatte gerade das Gefühl es würde immer nur immer mehr peinlich für ihn je mehr er redete- andererseits, wenn er jetzt aufhörte, wären sie bei genau dem Thema dass ihn in die Defensive gedrängt hatte. Also musste er weiter machen. Brauchte ein unschuldigeres Thema. Meditation. Meditation war gut. Meditation würde auch ihn wieder auf den Boden zurück bringen. Hoffte er. "Und zur Meditation..." Ärgerlich stellte er fest, dass seine Stimme zitterte. Dass er alles andere als ruhig war. "Eigentlich ist es ganz einfach. Es geht um Fokus. Darum, jeden anderen Aspekt deiner Wahrnehmung auszublenden, bis du deinen Geist steuern kannst- ihn beherrscht. Normalerweise würde ich dir empfehlen, die Augen zu schließen und einen Geruch zu suchen, der dominant ist. Aber ich glaube, bei dir sollten wir es mit einem Geräusch versuchen. " Er lauschte einen Moment. Lächelte. "Hörst du den undichten Filter des Aquariums? Schließ die Augen. Lausche auf die Tropfe, die von dem Filter in die Schüssel fallen. Nur auf dieses Geräusch. Und dann beginn, alle anderen Geräusche auszublenden. Es gibt nur dich, und den Wassertropfen. Fokussier dich darauf. Pass dich den Wassertropfen an. Atme in ihrem Rythmus. Wenn es plätschert, atme ein. Wenn es das nächste Mal plätschert, atme aus. Und dann wiederhol es einfach so lange, bis es nur noch dich und den Wassertropfen gibt." Am Rande bemerkte Gwang, dass seine Stimme den selben sonoren Klang angenommen hatte, wie die seines Sensei, als er seine ersten Lektionen in der Meditation erhalten hatte. War er nun der Sensei? War er bereit, Schülern zu zeigen, wie sie sich in Einklang bringen konnten? Nein, entschied er. Er war noch kein Sensei- dafür fehlte ihm selbst die Ausgeglichenheit, die Weisheit. Jenen Zustand weiser Erhabenheit, den sein Lehrmeister ihm immer als Ideal präsentiert hatte. Aber noch war er jung. Hatte noch genug Zeit, dieses Ideal zu erreichen- irgendwann.
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BeitragThema: Re: Teehaus "Gyokuro"
Teehaus "Gyokuro" Icon_minitime1Do 9 Aug 2018 - 20:10
#238718

Nya verdrehte die Augen während Gwang sprach, nicht weil es sie nervte nein weil er maßlos übertrieb. Ja sie war abweisend. Aber warum sollte sie sich auch jeden an den Hals werfen und vorallem wofür- "Nicht aufregen...er muss halt alles ausschmücken.." redete sie sich ein.  Leider wurde es irgendwie nicht besser und eigentlich gab es keinen wirklichen Grund sich über seine Ausführungen  zu ärgern. Obwohl sie es wohl anders sah als er vorallem was die Ruhephasen betraf. Held hin oder her. Vorallem seine letzten Sätze dazu ließen sie aufhorchen. Aber auch das ließ sie unter den Tisch fallen. Was jedoch zu viel des Guten war war seine lapidare Bemerkung zum tanzen gehen. Egal wie sie sich das schön redete. Da hatte er eindeutig Mist gebaut. "Vielleicht..wenn der Dienst es erlaubt, klar.. Oh gott so mies wurde mir noch nie desinteresse vermittelt. So subtil. Erst sagen, dass er sich kaum Freizeit nimmt und dann mit mir tanzen wollen ...oder eben nicht. Was ein Idiot.Nur um des anbieten willens. Und wirklich fragen war das auch nicht... Na ja egal." Dennoch sagte sie nichts. Schwieg weiterhin und lauschte weiter dem was noch kommen würde. Sie war ehrlich erleichtert als er das Gespräch auf die Meditation lenkte, wenn auch nicht so wie sie es sich erhofft hatte. Wenngleich sie seinen Tatendrang mochte, war der Übereifer jetzt doch irgendwie unangebracht. Klar wollte sie das lernen, aber was war an beizeiten denn nicht zu verstehen? Dennoch wagte sie nicht ihm darauf aufmerksam zu machen-noch nicht. Schließlich schadete es nicht es einmal zu probieren. Also nickte sie leicht, zeigte weiterhin keine Anstalten zu sprechen. Denn sie wusste, dass es gerade nicht sinnvoll war.  Die Theorie hatte sie durchaus verstanden, deshalb fiel ihr Blick auch auf das Aquarium verlor sich kurz darin ehe sie ihren Blick auf einen Fisch heftete und dieser zurück starrte. Bis er sich im Schutz der Masse versteckte und Nyas Aufmerksamkeit sich wieder auf So richtete. Also was wollte er? Augen schließen. Langsam schloss sie diese nun, atmete einmal ruhig aus um sich etwas Entspannheit zu verschaffen ohne Erfolg. Auf den defekten Wasserfilter konzentrieren, dass plätschern. Aber wenn sie ehrlich war hörte sie alles nur nicht das. Ihr rasendes Herz, den wiederhall von Gwangs stimme in ihrem Kopf, nahm Gesprächsfetzen mit wo auch immer die herkamen, aber kein plätschern. Zumindest nicht so wie es erwartet wurde.  Nun saß sie da und es war so unglaublich laut, dabei sollte es doch ruhiger werden. Das war wirklich nicht so einfach, irgendetwas von dem was sie hörte abzuschütteln und vorallem das plätschern überhaupt wahrzunehmen. Einige Minuten zogen ins Land und nichts veränderte sich. Nya war irgendwo immer noch in Gefechtsstellung. Nicht auch nur im geringsten dazu übergegangen sich darauf richtig einzulassen. Und verdammt davon bekam man Kopfschmerzen. Irgendwann öffnete sie die Augen wieder und seufze leise ehe sie zu einem schuldbewussten lächeln überging. "Das wird so nichts. Nicht fokussiert." sagte sie ruhig, stütze ihr Kinn auf ihren Handflächen ab und  schaute nachdenklich. "Aber ich habe ja auch nicht gesagt, dass ich es sofort versuchen will" fügte sie hinzu.  Grinste leicht verloren.  Sie wusste nicht was sie sagen sollte. Musste sie den etwas sagen? Irgendwie schon um ein Gespräch am laufen zu halten.  Andererseits war es nicht immer Klug etwas zu sagen. Und Nyas Talent Dinge zum eskalieren zu bringen pflichtete ihr da wohl bei. Damit verfiel sie weiter in einem Schleier aus Stille. Nutze die noch nicht unannehme Stille um nachzudenken. Rekapitulierte und ärgerte sich im stillen weiter über Gwang. "Aber mal davon ab, glaube ich auch kaum, dass ich momentan zur Ruhe neige. Dafür passiert in deiner Gegenwart einfach zu viel." Sie schüttelte den Kopf. "Aber man hat mich ja davor gewarnt. Das ich mich von dir  fernzuhalten habe. Wohl aber eher aus reinem Eigennutz. Aber wenigstens wurde ich gewarnt...", sprach sie eher zu sich selbst. Nya schmunzelte amüsiert.
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BeitragThema: Re: Teehaus "Gyokuro"
Teehaus "Gyokuro" Icon_minitime1So 12 Aug 2018 - 11:32
#238757

Gwangjong schüttelte amüsiert den Kopf. Nyala hatte noch nicht verstanden, was sie da eigentlich gerade tat- und bis sie es verstanden hatte, würden ihre Versuche der Meditation wenig Erfolg zeigen- vor Allem, da ihr im Moment die Geduld zu fehlen schien. Sie war genauso schlimm, wie er bei seinen ersten Versuchen- wenn nicht schlimmer. Sie würde einen langen Weg vor sich haben, wenn sie irgendwann wirklich mit Meditation Erfolg haben wollte. "Genau darum geht es doch. Darum, die wenigen ruhigen Momenten, wo man gerade nicht bis zum Hals in Problemen steckt, dafür zu nutzen ein wenig zurück auf den Boden zu finden- eben den Verstand wiederzufinden, den Geist wieder in richtige Bahnen zu lenken, ohne Furcht, ohne Wut, ohne Eskalation. Es ist ein weiter Weg, das wirklich auf Abruf zu können- und vor Allem schnell genug, die Techniken auch in angespannten Situationen anwenden zu können- ein Weg, den ich, wie ich zugeben muss, selbst noch nicht bis zum Ende gegangen bin. Und den Pfad findest du nur, wenn du ihn immer wieder suchst. Wenn du immer wieder versuchst, Geist und Körper in Einklang..." Er stoppte sich. Sah einen Moment verwirrt aus, ehe er sacht den Kopf schüttelte, kurz auflachte, sich peinlich berührt an die Stirn griff. "Weisst du, dass ich gerade wie mein einstiger Lehrmeister klinge? Und zwar haargenau so, wie mein einstiger Lehrmeister? Ich war ein schwieriger Fall, glaube ich. Voller Wut. Voller Impuls. Voller unbändiger Lebenskraft, die ich ausleben wollte. Das ist nicht gerade fruchtbarer Boden für geistberuhigende Übungen. Vielleicht können wir es irgendwann ausprobieren, wie ich es damals glaube ich geschafft habe- ich weiss nicht, ob es das gewesen ist was mir den Pfad geöffnet hat- aber ich habs früher direkt nach dem Training versucht. Nachdem ich völlig erschöpft war. Kaum in der Lage, gerade zu stehen. Und in dem Moment hatte ich nicht mehr die Kraft für störende Gedanken. Vielleicht sollten wir es damit versuchen. Nach dem Training. Nach dem Tanz..." Das wäre ein guter Moment sie einzuladen, Trottel... "...oder etwas anderem Anstrengenden..." ...war ein guter Moment. Toll gemacht. Er strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Das hier war um Längen anstrengender als er erwartet hatte-. und seine Erwartungen waren schon ziemlich... desolat gewesen. Und ihre schwer zu deutenden Blicke waren nicht gerade eine Erleichterung- ebenso wenig wie sie offensichtlich den Blizzard aus Gedanken bremsen konnte, konnte er offensichtlich seine Analysen bremsen. Der Mediziner in ihm versuchte gegen seinen Willen in ihr zu lesen- ihrer Gestik. Ihrer Mimik. Machte ihn nur noch nervöser. Er musste etwas tun- oder etwas sagen. Etwas, was den wieder aufbauenden Block zwischen ihnen lockerte. Sonst würde wieder alles zusammen brechen. Würden sie nie es schaffen, sich so nahe zu kommen wie sie es offenbar beide sich wünschten- aber es nicht konnten. Weil sie beide nicht die Worte für diese Situationen hatten- er, weil er noch nie etwas Ernstes gesucht hatte. Sie, weil Worte nicht ihre Waffen waren. Weil sie den Klang der Stille genoss, und er die Stille nur schwer ertrug. Also würde es egal sein, was sie sagen würden. Es würde es nur selten besser machen. Sie hatten Fortschritte gemacht- waren offener. Weniger verschlossen als noch vor wengien Tagen. Stunden? Er wusste es nicht. Aber es würde in diesem Moment nicht helfen. Sie brauchten mehr Zeit, ihre Wunden für die Offenlegung vorzubereiten. Beide. Er blickte ihr in die Augen. Und versuchte etwas mutiges. Vorsichtig legte er seine Hand auf ihre. Wusste, dass sie eigentlich keine körperliche Nähe schätzte- gab ihr also die Möglichkeit, die Hand rechtzeitig wegzuziehen- sah nichtmal hin. Wartete auf ihre Reaktion- das Herz hämmernd wie eine Blechtrommel beim Marsch...
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BeitragThema: Re: Teehaus "Gyokuro"
Teehaus "Gyokuro" Icon_minitime1So 12 Aug 2018 - 20:51
#238816

Erneut hörte sie zu.  Sicher hatte Gwang recht und ein wenig störte sie das. Vielleicht sollten sie genau das tun. Nach dem Training. Wobei sie nicht recht wusste was das bedeuten sollte. Hieße das sie würden gemeinsam trainieren? Oder sie einander zuschauen. Beides war jetzt nicht unbedingt etwas wo Nya in Begeisterrungsstürme ausbrechen würde. Aber man musste ja auch mal neue Dinge probieren. Auch wenn sie dabei blieb, dass das mit dem Tanzen wohl niemals stattfinden würde.  Und dann schwieg er erneut. Er der sonst immer wie ein Wasserfall quasselte um die ganze Welt zu beschreiben schwieg. Auch wenn sie es schätzte verwirrte es sie. Diese ganze Sache war einfach kompliziert.  Hatte das Gefühl selbst die Stille zu brechen, als müsste sie ihm helfen und sie wusste das musste sie nicht. Warum verhielten sie sich dann aber doch genau so? Nervtötend.  

Immer wieder verfiel die Gefreitin in das alte Muster sich zu schützen um die Distanz zu waren und dabei   senkte sie den Blick nicht, hielt ihm stand.  Klar wollte sie ihn betrachten aber doch auch irgendwie nicht so.   Umso mehr wunderte sie sein Unterfangen sie berühren zu wollen. Die Verwirrung darüber war einen Augenblick buchstäblich in ihr Gesicht geschrieben. Nur mit Mühe schaffte sie es dem Drang zu unterdrücken ihre Hand wegzuziehen und dieses Mal fragte sie sich wirklich warum sie diesem Impuls überhaupt hatte.  Wenn sie sich recht erinnerte hatte er sie schon öfter berührt als jeder andere hier auf dieser Insel.  Und jedes mal hatte sie das auch zugelassen wenn sie auch nicht immer begeistert war.   Vielleicht hatte er das auch nicht so wahrgenommen wie sie.  Kurz schloss sie die Augen um sich das nocheinmal vor ihrem inneren Augen abspielen zu lassen. Verdammt seit dem sie ihn kannte fand immer eine Art der Berührung statt. Ekelhaft. Versuchte sie sich einzureden aber wenn sie ehrlich war, hatte es immer etwas angenehmes gehabt, auch wenn sie ihn wohl nicht nocheinmal tragen wollen würde. Dennoch nahm gab er ihr die Möglichkeit einen Rückzieher zu machen. Sich noch mehr einzuigeln.  Sie tat es nicht. Ließ die Berühung zu und mochte seine warme Hand auf ihrer.  Dennoch war sie mit dieser kleinen Geste überfordert. Hatte sie das Gefühl irgendwie reakieren zu müssen und das machte sie nervös. Das ganze hier war so unreal.  Normalerweise hätte sie demjenigen der sich einfach so anfasst eine gescheuert oder anders verletzt. Das hat sie bei Gwang aber irgendwie nie so richtig gemacht und irgendwie wurmte sie das auch einfach weil sie es nicht so wirklich verstand.  Leicht verzog sie das Gesicht als ihr auffiel, dass sie schon wieder in Gedanken versunken war und  wie eine Salzsäule nichts tat außer dumm gucken.

Letztlich wurde es nicht besser als das bestellte Essen kam. Der Moment der Nya ein neues Maß an Überforderung einbrachte.  Am liebsten wäre sie im Boden versunken. Wäre überall nur nicht hier. Und das schlimmste an der Sache war : Sie vermittelte schon wieder das völlig falsche. Fast schon hektisch hatte sie nämlich ihre Hand weggezogen als das essen kam und sie sicher in ihrem Schoss versteckt. "....gott Nya bist du bescheuert...so bescheuert.", verdammt ärgerte sie sich. Das war auch der Moment andem sie betröppelt auf den Boden starrte und leise danke murmelte und es dann auch  schaffte zumindest ihr essen anzustarren und um das ganze noch unangenehmer zu machen, hatte ihr Magen nichts besseres zu tun als sie und alle darüber zu informieren das sie doch hungrig war. Verdammte Scheiße! Sie hasste das Gefühl lächerlich gemacht zu werden und am meisten wenn sie es auch noch selbst verursachte. Konnte sie bitte aufwachen und alles war erträglicher?

Fast schon verzweifelt versuchte sich Nyala nun auf das gebrachte Essen zu konzentieren. Weizennudeln angerührt mit Chili-Sesam-Paste, gehackten Erdnüssen, Koriander, getrocknetem Tomaten, gebratenem Schweinfilet, getrocknetem Chili und Szechuanpfeffer und sicherlich noch anderen Gewürzen die sie nicht auf dem ersten Blick erkannte, dazu ein leichter Salat.Hatte er Edu vergessen? Dennoch eine interssante Wahl.  Vermutlich nur ein Hauch von Scharf- schade eigentlich. Etwas beruhigte sie das ja schon, dennoch blieb das Gefühl Gwang ein wenig gekränkt zu haben. Ganz gleich ob er wusste, was für ein schwieriger Mensch sie war. Irgendwie war es ihr auch ein inneres Bedürfnis das klar zu stellen.  Nur konnte sie ihm nicht dabei ansehen und zu unangenehm wir ihr ihr eigenes dummes Verhalten.  Ob das kommende nun besser war blieb abzuwarten. Dennoch war es wohl das mitdem sie sich am wohlsten fühlte. Gemächlich stand die Rothaarige auf nur schaute über den Schwarzhaarigen hinweg und ging. Im ersten Moment schien es so als wollte sie flüchten, ging sie an ihm im Bogen vorbei nur um sich dann an seiner linken  Seite plumsend im Schneidersitz niederzulassen. Und damit nicht genug nein. Instinktiv griff sie seine  Hand und legte sie immer noch haltend in ihren Schoss. "Hör zu.." bat sie leise und begann leicht seine Hand zu massieren um sich zu beruhigen. Sie mochte die Wärme die sie ausstrahlte."Es ist kein Geheimnis, dass mir Nähe nicht so zusagt, aber bei dir ist das was anderes und ich will nicht das du darüber nachdenkst ob  es für mich okay ist denn so kommen wir gar keinen Schritt weiter." Sie sah ihn nicht an, starrte in dem Raum. "Auch wenn ich so dämlich wie eben reagiere, bitte ich dich daran glauben das es mit dir zu tun hat, das ist nur meine Torheit oder wie auch immer..." Ihr Blick wanderte zu ihren Händen. Wagte es immernoch nicht Gwang anzusehen. "Und da wäre noch was...auch auf die Gefahr hin, dass du es falsch verstehst so gern ich auch Zeit mit dir verbringe- privat. War der ursprüngliche Plan essen zu gehen um uns dann wieder  dem Dienst zuzuwenden. Also sollten wir genau dies tun. Mich für meinen Teil überfordert das ganze und ich will nicht unbedingt in noch unangenehmere missverständliche Situationen geraten." Jetzt erst ließ sie seine Hand kurz in ihrem Schoss ruhen, wandte den Blick zu ihm. "Und ich mache mir Sorgen um Sangye und Mot. Also lass uns essen und dann die Welt sicherer machen, ja?" Jetzt in diesem Moment war es schön so zu sein. Aber es war auch egoistisch. Daher stand sie auf, ließ  seine Hand sanft auf den Boden gleiten und setzte sich weider an ihren Platz. "Guten Appetit Gwang."
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BeitragThema: Re: Teehaus "Gyokuro"
Teehaus "Gyokuro" Icon_minitime1So 12 Aug 2018 - 22:05
#238820

Beinahe war er überrascht, als sie die Hand nicht wegzog. Fast. Er hatte ein wenig damit gerechnet, dass sie ihm auswich- ein Teil von ihm, der zwischen Realismus und Zynismus meistens hin- und hergerissen war. Aber sie zog die Hand nicht weg. Er sah ihr Zögern. Ihren inneren Konflikt. Aber nein. Sie zog die Hand nicht weg, obwohl sie es gekonnt hätte. Ihre Mimik war schwer zu deuten- wechselte von einem Moment zum Anderen. Von einem Anflug von Zufriedenheit herüber zu hilfesuchenden Blicken bis hin zu unübersehbarer Frustration. Nyala war ebenso überfordert wie er selbst. Ohne Zweifel. Sie konnte ebenso wenig mit der Situation, in die sie sich beide gebracht hatten anfangen wie er selbst. Vermutlich waren sie beide Idioten. Aber Hölle- das hier war schön. Irgendwie peinlich. Irgendwie machten sie sich beide zu Idioten- aber sie waren gemeinsam Idioten. Machten sich zusammen zum Deppen, und gleichzeitig für sich- denn zumindest war ausser ihnen niemand hier. Waren sie alleine im Teehaus- sah man von Meister Kao ab, der ruhig in einer Ecke in einem Buch las und Weisheit bewies, indem er sie inzwischen ebenso ignorierte- sie in ihrer Zweisamkeit alleine ließ, in diesem kostbaren, seltenen Moment, den sie teilten. Er genoss ihn einfach. Genoss die Berührung seltsamer Zweisamkeit ohne mehr darüber nachzudenken- bis dieser Moment jäh vom Ankommen des Essens gestört wurde. Kurz stach sein Herz, als Nyala aus ihrer Lethargie erwachte, beinahe hastig die Hand wegzog, sie vor ihm in ihrem Schoss verbarg. Eine unwillkürliche Geste- eine verständliche Geste. Nichts von beiden machte sie weniger Schmerzhaft. Er ging darüber hinweg- einen Moment aßen sie. Schweigend. Suchten wohl nach weiterem Vorgehen- danach, was sie beide tun sollten, hilflos wie kleine Kinder, die zum ersten Mal in die Schule kamen. Er kam nicht weiter. Also versteckte er sich hinter seinem Essen, hinter der brennenden Sensation aus Schärfe und Süße. Er wusste dass er etwas tun musste- und dass er nicht ewig essen konnte. Schließlich war es Nyala, die etwas tat. Für eine Sekunde hatte er Angst. Angst dass sie gehen würde. Er wollte sie zurückrufen. Sie bitten nicht zu gehen- aber er hätte dazu nicht das Recht. Musste ihr den Freiraum lassen, es auf ihre Art, in ihrer Geschwindigkeit zu tun. Dennoch war er froh, als sie nicht ging. Nein. Sie kam zu ihm. Er war verwirrt. Sah sie mit leicht dümmlichem Gesichtsausdruck an, der sich verstärkte, als sie seine Hand nahm. Und ihre Worte machten es am Anfang nicht besser. Am Ende sah sie ihn mit einem so hilfesuchend- bittenden Blick an dass er lächeln musste. Als sie wieder an ihrem Platz saß, schüttelte er den Kopf. "Vor ein paar Minuten hab ich dir noch zu wenig Pausen gemacht." Neckend zwinkerte er ihr zu- unglaublich erleichtert über das Aufbrechen ihres Panzers. "Aber du hast Recht. Und vermutlich müssen wir es sowieso langsam angehen. Nicht wegen irgendwem anders- diese Stadt muss auch einen Abend ohne uns auskommen können. Nein. Wir müssen auf uns gegenseitig aufpassen. Dass wir uns nicht verrennen und Dinge tun, aus denen wir nicht wieder herauskommen. Also lass uns essen. Und dann suchen wir die beiden jungen Turteltauben. Und... ich brauche für meinen Plan Eoduun. Ich habe allerdings keine Ahnung wo er steckt." Er wandte kurz den Blick ab. "Und mach dir keine Sorgen. Ich weiss schon, dass du stachlig reagieren kannst, wenn ich dir zu schnell zu nahe komme. Und ich komme damit klar. Wie gesagt. Wir beide sind das hier..." Er machte eine ausholende Geste mit dem Essstäbchen. "Nicht gewohnt. Wir sind zu lange nichts anderes als Soldaten gewesen. Und müssen uns daran gewöhnen, dass wir immer noch irgendwo... Menschen sind. Dass wir beide, du und ich, zu den Menschen gehören deren Schild wir sein wollen. Dass wir ein Teil dieser Welt sind, die wir schützen wollen. Und das... wird anstrengend. Spar dir den genervten Blick. Ich weiss was du sagen willst. Aber... ich weiss auch dass es für dich genauso anstrengend ist, das hier. Aber weisst du was?" Er grinste über das ganze Gesicht. "Es ist schön. Und es ist es wert. Und wir müssen es wiederholen. Schon alleine, damit wir irgendwann es vielleciht schaffen, dass wir uns nicht die ganze Zeit verzweifelte, hilflose Blicke zuwerfen."
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BeitragThema: Re: Teehaus "Gyokuro"
Teehaus "Gyokuro" Icon_minitime1Mo 13 Aug 2018 - 19:09
#238854

"Und das wo wir beide nicht die geduldigsten sind..."Nya wusste nicht ob sie noch mehr dazu sagen sollte. Nötig war es nicht also beließ sie es dabei schmunzelte nur sanft und widmete sich dann vollständig dem essen. Nahm sich Zeit dafür. Dennoch war es schneller in ihrem Magen als gedacht. Eine angenehme wärme bereitete sich aus, was ihre Theorie zu der schärfe des essens nur bestätigte. Jetzt erst sah sie wieder zu ihrem Gegenüber, etwas unschlüssig. Auch fing sie an zu überlegen ob sie nicht doch noch irgendwo Berrys rumliegen hatte nur um sich nicht einladen lassen zu müssen. Das schmählerte dieses Unterfangen doch irgendwie. Aber ihr fiel nichts ein und so würde sie sich diesem Schicksal wohl ergeben müssen und Gwangjong erneut zahlen lassen. Das nächste Mal aber in gar keinen Fall! Das nahm sie sich zumindest fest vor. Ihm jetzt aber zu sagen, dass es ihr gegen den Strich ging wenn jemand für sie zahlte war wenig glaubwürdig. Auch wenn es so war. Hatte es für Nya immer einen faden Beigeschmack. Sie hatte aber jetzt auch nicht wirklich Lust das zu thematisieren. Daher wartete sie bis Gwang ebenfalls fertig gegessen hatte. Nutzte die Zeit ihn dabei zu beobachten und genoss es. Fast schon verträumt wurde ihr Blick bis ihr auffiel was sie eigentlich tat und sich zwang einen kurzen Moment woanders hinzuschauen. Dies klappte erstaunlich gut, denn hier gab es in dem vermeitlich wenigen genug zu entdecken. "Hoffentlich wird das wirklich einfacher. Das ist ja sonst nicht auszuhalten.", dachte sich die Gefreitin während ihr Blick langsam wieder zu Gwangjong schweifte. Und wieder hatte Nyala ihre Mimik nicht ganz im Griff, schwankte sie zwischen Verzweiflung und diesem verblödetem lächeln. Das musste sie eindeutig besser üben.

"Du...ich geh nochmal kurz die Toilette aufsuchen... Treffen wir uns draußen? Dann suchen wir Edu der bestimmt nur wieder essen sucht weil es ihm hier anscheinend nicht gepasst hat und Ria und Yesh. Mal sehen ob sie was erreicht haben. Und wenn nicht wie wir weiter vorgehen. Bis gleich." Sagte sie wie üblich total umständlich. Rednerin würde sie in keinem Fall mehr werden, dafür war sie zu trottelig, dennoch war ja klar was sie meinte. Also stand sie auf, nickte leicht und verschwand dann doch recht zügig. Eben der typische Marschschritt den man sich hier früher oder später aneignete. An ihrem Ziel angekommen atmete sie tief auf, lehnte sich einen Moment an die sich schließende Tür. Wieso musste er so gucken wie er guckte! Das war nicht fair und warum vermisste sie seine Lippen? Ganz dummer Gedanke Nya ganz dumm. Konzentration. In erster Linie war sie Soldatin der Marine und als solche durfte sie nicht derart aus der Fassung geraten. Sich nicht so überrumpeln lassen. Erneut atmete sie tief durch, ging zum waschbecken und ließ das Wasser laufen, spritze sich kaltes Wasser ins Gesicht um klarer zu werden. Sie ließ sich Zeit. Einfach aus dem Grunde weil sie diese gerade brauchte um wieder umschalten zu können.

Zehn Minuten später verließ sie die Toilette wieder und machte sich auf den Weg nach draußen.
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Teehaus "Gyokuro" Icon_minitime1So 26 Aug 2018 - 19:09
#239532

Gwangjongs Weg führte ihn direkt nach Draussen- nachdem er Nyala hatte gehen sehen und ein mehr als großzügiges Trinkgeld gegeben hatte. Manchmal hielt er sich für überbezahlt- wenn er nicht gerade sah, dass die anderen Soldaten mit ihrem Sold deutlich mehr Probleme hatten über die Runden zu kommen. Er zuckte mit den Schultern. Vermutlich war er einfach sparsam- mal abgesehen davon, dass die meisten Soldaten, die Probleme mit ihrem Sold hatten niedrigeren Ranges waren. Er schüttelte den Kopf. Es war eigentlich egal. So lange er über die Runden kam? Warum Gedanken verschwenden. Auf Nyalas Rat ging er nach Draussen- lehnte sich an die Wand. Wartete. So schlimm war das doch gar nicht gelaufen. Er hatte deutlich weniger Unsinn geredet, als er befürchtet hatte- und das "große Schweigen" war auch ausgeblieben. Und Hölle. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie alles ruinierten, indem sie im Bett miteinander landeten war auch gering- alles in Allem ein gelungener Abend? Wahrscheinlich. Er grinste. Hölle. Warum diese Bescheidenheit? Diese falsche Vorsicht. Bester Abend seit Langem. Und so wie es klang, würden sie noch viele solche Abende haben. Zu Zweit. Vielleicht weniger seltsam, vielleicht auch einfach genauso schön. Was sollte es. So musste es sein. So musste sich Glück zu Zweit anfühlen. Er war glücklich. Und so wartete er- kurz, aber dennoch mit erneut klopfendem Herzen, als er Nyala wiedersah. Sich wunderte, warum dort immer noch Wassertropfen in ihrem Gesicht glänzten. Aber er würde nicht fragen. "Wollen wir, Nyala? Zurück zum Ernst des Lebens?" Er fühlte einen Stich. Linke Brustseite. Zwischen fünfter und sechster Rippe. Er unterdrückte ein Seufzen. Lächelte stattdessen. "Darf ich dir meinen Arm anbieten, Nya?" Er trat auf sie zu. Untersuchte ihre Reaktion. Versuchte, sie nicht einzuengen- ehe er kapierte, dass er das genau gerade getan hatte. Dummer Gwang. Aber jetzt war es zu spät- und mit Passivität hatte er noch nie etwas gewonnen. Vielleicht war es ja der richtige Weg? Sie etwas aus ihrem Schneckenhaus locken, sie dazu bringen, dass sie Dinge tat, vor denen sie Angst hatte? Vielleicht war es auch der Weg sie zu verschrecken. Aber anders würde er es wohl niemals herausfinden...
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Teehaus "Gyokuro" Icon_minitime1Mo 27 Aug 2018 - 17:18
#239587

Sie hatte bereits umgeschaltet. Hatte als Soldatin das Teehaus  verlassen-glaubte  sie. Daher war sie zunächst  froh, dass Gwangjong ebenfalls fast auf den Weg dorthin war.  Also war alles gut; würde  die Umstellung doch einfacher ablaufen. Auch wenn es dennoch schmerzte irgendwie wieder auf diese gänzlich  förmliche  Schiene umsteigen zu müssen.  Doch die Alternative war zumindest  für Nya nicht tragbar. Gerade als sie dann antworten wollte sprach Gwang weiter und das überforderte die Gefreitin im ersten Moment mehr als erwartet. Zum einen weil sie damit nicht gerechnet  hatte wo er zuvor wieder "ernst" werden wollte und zum anderen...weil ihr verdammt erster impuls war breit  zu grinsen wie so ein dämliches  Teenagergirlie. Innerlich mahnte sie  sich zu mehr Haltung. Grinste nicht.  Produzierte nur ein versteinertes  Gesicht ehe es fragend wurde. Ob es sich hier un eine  rhetorische  Frage handelte? Oder ein Scherz? Gar ein Test?  Sie ermahnte sich erneut. Musste diese Haltung ablegen alles zu hinterfragen und gestattete sich nun doch ein kurzes verlegenes lächeln..

Und doch hatte sie seine Frage nicht beantwortet. Das war aber auch nicht so einfach und das eben nicht nur wegen ihrer Aversion gegenüber  Nähe. Wenn es nur darum ginge. Scheiss drauf.  So gesehen befand sie sich in einem Dilemma. Diese würden  sich wohl  häufen  in nächster  Zeit. Also diplomatisch. Ihm zeigen das es nicht um das annähern  ging sondern darum, dass er unbedacht handelte. Vernunft war anstrengend. Aber nötig. "Sehr gerne Gwangjong und doch muss ich ablehnen. Wir wollten es geheim halten so lange es geht und auch wenn wir hier an einem Ort sind den wohl nicht jeder findet, sollten wir unser Glück nicht strapazieren. Sie zwinkerte ihm leicht zu.  "Vielleicht bin ich da auch einfach zu vorsichtig oder ...""nicht in der Lage die Grenzen lange aufrechtzuerhalten..." Gerade noch rechtzeitig konnte sie sich vom weitersprechen abhalten. Stieg die Treppen hinauf um mit Gwang auf selber höhe zu sein. Musste der Versuchung widerstehen etwas dummes zu tun, verlor sich dafür einen Augenblick in seinen Augen ehe sie sich wieder konzentrieren konnte."Wir haben genug zu tun." Leises bedauern klang in ihrer sonst eher kalten Stimme mit.  Irgendwo war sie aber auch froh, erstmal wieder zu ihrer alten Haltung zurückzukehren auch wenn es schmerzte. Ein Schmerz der ihr bis dato gänzlich unbekannt war.

[TBC Innenstadtbereich von Shellstown]
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Teehaus "Gyokuro" Icon_minitime1Sa 1 Sep 2018 - 11:36
#239877

Das Nyala Recht hatte machte die Worte nicht weniger schmerzhaft- kurz zuckte Qual durch sein Herz. Er nahm den Arm runter- konnte nicht verhindern, dass sich seine Hand kurz schloss, kurz Wut aufflammte- Wut auf sich selbst. Warum war er so dumm? Erkannte die Grenzen nicht, die sie sich auferlegen mussten? Wo kam dieser verdammte Idealismus her? Diese falsche, gelogene Hoffnung, die in ihm aufflammte? Er war ein Narr. Hatte es doch selbst gesagt- sie mussten die Scharade aufrecht erhalten, weiter die Maske tragen, in der Gesellschaft sich verbergen, wie ein Schatten in der Finsternis, wie ein Mörder in einer dreckigen Seitengasse ihre Intentionen verbergen, hinter einem Schleier verstecken. Mit Mühe brachte er sich unter Kontrolle. Lächelte. Nutzte das Lächeln als Schild- als Panzerung gegen sein Herz. Hölle. Er brauchte einen Kampf. Einen echten Kampf. Musste sich irgendwie abreagieren- in einem Kampf in dem er keine Rücksicht auf seinen Gegner nehmen musste, ein Gefecht, bei dem die einzige Grenze war, den Anderen nicht zu schlachten- gegen Verbrecher, Verräter, Verdammte. Gegen jene, die sich gegen die Kriegsmacht der Weltregierung stellten. Er stockte. Nein. So durfte er eigentlich gar nicht denken. Nicht jeder, der sich gegen ihn stellte, verdiente seinen Zorn, oder? Viele jener, die ihr Brot mit dem Leid anderer verdienten taten es nicht aus bösen Motiven- sondern folgten einer Lüge falscher Freiheit oder purer Notwendigkeit. Nein. Einfache Verbrecher würden nicht genügen. Er brauchte wirkliche Feinde der Menschheit. Rebellen. Revolutionäre. Renegaten. Aber die würde er hier nicht finden. Aber wenn ihr Plan aufging- dann würde er bei der Waffenmesse genug Ziele finden um seine Wut zu befriedigen. Mit einem grimmigen Lächeln nickte er also Nyala zu.  "Sie haben Recht, Miss Herrian. Bleiben wir hinter dem Schild der Geheimhaltung. Sorgen wir dafür, dass wir nicht... uns gegenseitig in Probleme bringen, die wir vermeiden können. Sie haben Recht... und wir haben eine Aufgabe. Finden wir Sangye. Finden wir Mot. Lassen wir uns die Aufklärungsdaten berichten. Und dann..." In seinen Augen flimmerte ein unübersehbarer, deutlicher gelber Schimmer, als er seiner Aufregung etwas Raum einräumte.  "Dann schlagen wir zu. Wissen Sie... manchmal glaube ich, ein ordentliches Gefecht ist genau das, was wir brauchen. Etwas, um uns abzureagieren. Etwas mehr als Sparring. Etwas mehr als harmloses Geplänkel. Das Adrenalin, sich in einem echten Kampf zu befinden... ich weiss nicht, ob Sie das ähnlich fühlen. Aber... es fühlt sich anders an. Kann ebenso eine Art der Meditation sein- der Geist auf den Feind fokussiert. Der Körper eine Einheit, Stahl im Herzen, Stahl im Geist, Stahl in den Händen. Nur Sie, der Feind, und das Schlachtfeld. Vermutlich eine zynische Meditation- .immerhin geht es darum, einen Menschen zu verletzen, ihn dazu zu bringen, dass er kampfunfähig auf die Eine oder andere Art ist. Aber dennoch... es wirkt. Viel zu gut manchmal." Unwillkürlich lockerte er die Nackenmuskulatur. Stand er locker, bereit zuzuschlagen.  "Aber wo wir von Kämpfen reden." Er lächelte, als er sein Hemd ein Stück nach Oben zog, die dünne, immer noch leicht gerötete Linie an seiner Seite entblößte.  "Sie schulden mir noche ien Revanche. Vielleicht dieses Mal nicht mit scharfen Waffen. " Er zwingerte ihr zu, während sie durch die Gassen schritten- fort vom kurzen, intimen Moment der Wahrheit zurück in die dreckige Realität des Marinedienstes. Zurück zum Ernst des Lebens. Zurück zur Maskerade.  

[ Gwangjong verlässt das Teehaus "Gyokuro" in Richtung der Innenstadt von Shellstown ]
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